Aktuelle Studie zu Industrieimmobilien
Der Markt für Industrieimmobilien wird bisher unterschätzt, dabei birgt dieser Nischenmarkt riesiges Potential, denn in diesem Segment sollen nach neuesten Berechnungen 51% des Marktwerts aller gewerblich genutzten Immobilien in Deutschland stecken. In Zahlen: über 1100 Milliarden Euro.
Alle Daten in diesem Artikel beruhen auf der BulwienGesa Studie für Gewerbe- und Industrieimmobilien in Deutschland 2010.
Transaktionsvolumen des gewerblichen Immobilienmarkts
Während in den vergangenen Jahren das Transaktionsvolumen von Büroflächen zwischen 10- und 30- Milliarden Euro lag, kamen die Transaktionen von Industrieimmobilien auf vergleichsweise wenige Milliardenbeträge im unteren einstelligen Bereich.
Industrieimmobilien Segmente
Mit 1,1 Billionen Euro ist das Segment der Industrieimmobilen größer als die Summe der Immobilien des Einzelhandels, der Büros und der Hotels. Allerdings nehmen Gewerbe- und Industrieimmobilien nur 6-10% des Gesamtumsatzes am deutschen Immobilienmarkt zwischen 2005 und 2009 ein.
Die Studie teilt die Immobilien in 5 Segmente und zwar in Transformationsimmobilien, Produktionsimmobilien, Gewerbeparks, Forschung und Entwicklung, sowie Logistik.
Werte der Industrieimmobilien
Die Transformationsimmobilien sind bestehende Produktionsstandorte welche durch Aufteilung in zu einer breiteren Mieterstruktur und hinsichtlich mehrerer Nutzungsarten verändert werden kann. Die Logistikimmobilien sind die bisher von Investoren am stärksten beachteten Industrieimmobilien. Laut BulwienGesa Studie lag die Rendite in den letzten 10 Jahren zwischen 5% bis knapp unter 10%.Diese Zahlen sind überraschend hoch. Die Prognose für die kommenden Jahre auf diesem Markt besagt, dass in kurzer Sicht die Nachfrage auf Industrieimmobilen sich vor allem auf Logistikimmobilien bezieht, mittelfristig jedoch auch Transformationsimmobilien und Produktionsimmobilien ausrichten kann. Die Verteilung ist äußerst unregelmäßig so stehen 118Miliarden Euro an Produktionsimmobilien vergleichsweise geringen Werten von nur 6 Milliarden der Gewerbeparks und den 13 Mrd. der Forschungs- und Entwicklungs-Immobilien gegenüber. Die Transformationsimmobilien mit 21 Mrd. Euro und die Logistikimmobilien mit 88 Mrd. Euro liegen dazwischen.
Die Industrieimmobilien unterliegen einer sehr hohen Eigennutzerquote, diese 80% im Gegensatz zu nur 20% Mieter-/ Pächterquote sind ein Hauptgrund des geringen Transaktionsvolumens, da das Eigentümerverhältnis allerdings nach und nach aufbricht ergeben sich hier in Zukunft neue Möglichkeiten für Investoren.
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Kategorie: Gewerbe
