Büroimmobilien in Berlin: Bewegung durch die Wirtschaftskrise

Foto: fotolia.com

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Das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) hat die Büromarktdaten für das dritte Quartal 2009 veröffentlicht. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung stehen die Märkte für Gewerbeimmobilien in verschiedenen deutschen Großstädten.

In Berlin wurden im dritten Quartal 294.900 Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Augenfällig: Mit einem Umsatzverlust von 16 Prozent fiel der Rückgang gegenüber den anderen deutschen Top-Büromärkten unterdurchschnittlich aus. In den ersten drei Quartalen zeigten sich Unternehmen aus den Branchen „Aus- und Weiterbildung“, „Forschung, Pharma, Biotech“ und vor allem der Bereich „Öffentlicher Dienst“ anmietungsfreudig. Die Leerstandrate von 9,4 Prozent blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Das Volumen an Untermietflächen nahm hingegen um 39 Prozent zu. Das Wachstum verlangsamte sich im Jahresverlauf, da die Untermietflächen bereits teilweise wieder vom Markt absorbiert wurden.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise brachte für den Berliner Büroimmobilienmarkt einen Umbruch in der Nachfragestruktur. Büroräume in Premiumobjekten und bereits projektierten Gebäuden, die sich bis zum dritten Quartal 2008 einer großen Nachfrage erfreuten, spielten insbesondere bis zur Jahresmitte 2009 nur eine sehr untergeordnete Rolle. Büroflächen in Berlin im Niedrigpreissegment von 5,50 bis 7,00 Euro pro Quadratmeter pro Monat wurden hingegen überproportional stark angemietet.

Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Situation auf den Berliner Büromarkt zeigen sich am deutlichsten beim Mietpreisrückgang. Die erzielbare Spitzenmiete (aktuell 20,00 Euro pro Quadratmeter monatlich) gab gegenüber dem Vorjahresquartal um satte elf Prozent nach. Wie von den Immobilienexperten von CB Richard Ellis zur Jahreshälfte prognostiziert, fiel der Rückgang der gewichteten Durchschnittsmiete mit 21 Prozent auf gegenwärtig 10,31 Euro pro Quadratmeter monatlich noch größer aus. Dies ist der niedrigste Wert seit dem ersten Quartal 2006.

Der Büroflächenleerstand von rund 1,66 Millionen Quadratmeter stieg mit nur einem Prozent sehr leicht gegenüber an. Die spekulativen Fertigstellungen werden den Büromarkt bis Ende 2010 nicht übermäßig belasten, da nur 20 Prozent des Fertigstellungsvolumens in diesem Zeitraum gegenwärtig unvermietet sind. Allerdings entstehen diese spekulativen Fertigstellungen zum Großteil in nicht etablierten Bürolagen und im Zusammenhang mit Hotelprojektentwicklungen.

„Für das Jahr 2009 erwarten wir einen Büroflächenumsatz von rund 400.000 Quadratmetern und somit eine stabile Entwicklung auf derzeitigem Niveau. Es lässt sich bereits absehen, dass der Berliner Büromarkt keinen überproportionalen Schaden durch diese Rezession nehmen wird. Eine nachhaltige Erholung der Mietpreise ist jedoch nicht erkennbar“, skizziert Matthias Hauff, Head of Agency Berlin bei CB Richard Ellis, seine Erwartungen für die nächsten Monate.

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