Büroimmobilien in Düsseldorf: Noch keine Entspannung
Auch im dritten Quartal ist die Stimmung auf dem Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt verhalten. Im Düsseldorfer Marktgebiet wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 insgesamt 164.700 Quadratmeter umgesetzt. Der Umsatz des dritten Quartals liegt mit 70.300 Quadratmeter zwar über dem Wert des Vorquartals. Hierzu trugen zwei Eigennutzungen in Ratingen im großen Stil und mit a. 15.900 Quadratmeter wesentlich bei. Die beiden genannten Transaktionen waren allerdings die einzigen Abschlüsse in einer Größenordnung von mehr als 5.000 Quadratmetern. Rund 75 Prozent der im dritten Quartal 2009 registrierten Abschlüsse bezogen sich auf Flächen unter 500 Quadratmeter. Hubert F. Breuer, Head of Agency Düsseldorf beim Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) dazu: „Es werden zunehmend auch kleinere Vermietungen im Markt registriert und von Eigentümern gefeiert, die im Schatten der Großvermietungen der letzten Jahre überhaupt nicht mehr wahrgenommen wurden“.
Der Leerstand auf dem Düsseldorfer Büromarkt – Untermietflächen nicht eingerechnet – stieg im Vergleich zum Vorquartal um gut zwei Prozent auf rund 0,87 Mio. Quadratmeter an. Die Leerstandsrate stieg um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 10,0 Prozent. Diese Entwicklung wird sich auch in den kommenden Monaten andauern. „Es werden nach wie vor viele Flächen zur Untervermietung angeboten“, so Hubert F. Breuer, „etliche dieser Flächen werden wegen zu kurzer Restlaufzeiten nicht zur Untervermietung gelangen und dann voraussichtlich den normalen Leerstand erhöhen.“ Außerdem, so der Immobilienprofi, könnten nur wenige Büroprojekte ohne jegliche Vorvermietung realisiert werden, jedoch seien die sich derzeit im Bau befindlichen Projekte lediglich zu knapp einem Drittel vorab vermietet. Auch dadurch würde sich der Leerstand voraussichtlich weiter erhöhen.
Die erzielbare Spitzenmiete liegt bei Büroimmobilien in Düsseldorf aktuell bei 22,50 Euro pro Quadratmeter im Monat und somit auf dem Niveau des ersten Quartals 2008. Auch bei den Nominalmieten schlägt das Marktgeschehen mittlerweile durch, sodass innerhalb der Mietpreisspannen Bewegungen nach unten zu verzeichnen sind. Hubert F. Breuer: „Durch Vermieter wird gegenwärtig intensivste Bestandsmieterpflege betrieben, es werden Incentives in erheblichem Umfang sowohl bei Neuvermietungen als auch Nachverhandlungen angeboten. Größere oder gar Großgesuche sind auf dem Markt nur vereinzelt zu registrieren.“
Erwartete Vertragsabschlüsse von Großnutzern werden sich voraussichtlich ins nächste Jahr verschieben. Ob das zur Jahresmitte prognostizierte Ziel von 235.000 Quadratmeter (ohne Vodafone) tatsächlich erreicht werden kann ist nach Einschätzung der Experten von CB Richard Ellis derzeit „sehr fraglich.“
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Kategorie: Gewerbe
