Büroimmobilien in Hamburg: Leichte Stabilisierung
In der Hansestadt Hamburg hat sich der Umsatz für Büroimmobilien seit Jahresbeginn auf einem niedrigen Niveau stabilisiert und lag im dritten Quartal bei 297.000 Quadratmetern. Die Auswirkungen der aktuell schlechten Wirtschaftslage werden bei einem Vergleich mit dem Vorjahr deutlich: Das kumulierte Umsatzvolumen hat sich mit einem Rückgang um 29 Prozent deutlich reduziert. Rund 35 Prozent des Marktes entfallen derzeit auf Direkt- und Eigennutzerabschlüsse.
„Keine Berücksichtigung finden im derzeit ausgewiesenen Umsatzvolumen Mietvertragsverlängerungen. Anders als im Bereich der Neuanmietungen verzeichnen wir hier deutlich überdurchschnittliche Aktivität“, erklärt Heiko Fischer, Head of Agency Hamburg beim Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE). CB Richard Ellis hatte allein in den letzten vier Wochen ca. 30.000 Quadratmeter Bürofläche nachverhandelt und neue Mietverträge abschließen können. Zwar sind hier bei der Miethöhe auf Eigentümerseite Zugeständnisse notwendig, jedoch erspart das Halten eines Mieters Kosten, die bis zum Einzug eines neuen Mieters entstehen würden. Diese Kosten sind bei derzeitigen Marktverhältnissen in ihrer Ausprägung schwer zu kalkulieren.
An der Waterkant spürt man die wirtschaftlich stürmische Gesamtlage: Aufgrund der momentan sehr niedrigen spekulativen Fertigstellungszahlen ist der Leerstand für Büroimmobilien in Hamburg trotz des niedrigen Umsatzvolumens mit 974.700 Quadratmeter derzeit fast stabil. Die Leerstandsquote von Büroimmobilien in Hamburg bleibt bei 7,5 Prozent. Aufgrund des in den nächsten Monaten zu erwarteten Anstiegs der Arbeitslosigkeit und einem hohen spekulativen Fertigstellungsvolumen in der ersten Hälfte des Jahres 2010 für Immobilien in Hamburg insgesamt wird mit einem baldigen Leerstandswachstum größeren Umfangs in der Hansestadt zu rechnen sein.
Das seit dem vierten Quartal 2007 stabile Spitzenmietniveau konnte in der ersten Jahreshälfte nur noch durch Vergabe umfangreicher so genannter Incentives gehalten werden. Im dritten Quartal 2009 ging dann die Spitzenmiete, die einen Marktanteil von drei Prozent des Vermietungsumsatzes aufwies, nominal leicht auf 23,50 Euro pro Quadratmeter und Monat zurück. „Wir erwarten, trotz des bevorstehenden deutlicheren Leerstandanstiegs, nur ein leichtes Absinken des Spitzenmietniveaus am schon in früheren Schwächeperioden wenig volatilen Hamburger Büromarkt“, so Heiko Fischer. Für das Umsatzniveau, so der Immobilienexperte weiter, sei bis zum Jahresende das Erreichen der 400.000 Quadratmeter-Marke durchaus möglich. Damit würden trotz des ausgesprochen schwierigen Marktumfeldes die Umsatzvolumina der Jahre 2002 (326.000 Quadratmeter) und 2003 (314.300 Quadratmeter) deutlich übertroffen werden. Ein kleiner Lichtblick in wirtschaftlich bewegten Zeiten.
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Kategorie: Gewerbe
