Büroimmobilien in Wien: Sinkende Leerstände
Der Markt für Büroimmobilien in Wien präsentiert sich im dritten Quartal 2009 leicht verbessert. Das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) verzeichnet in der österreichischen Hauptstadt mit rund 80.000 Quadratmeter den höchsten Quartalswert im Bereich Büroimmobilienvermietung seit rund einem Jahr. Weiterhin rückläufig ist dagegen der Immobilieninvestmentmarkt an der Donau. Er erreichte im dritten Quartal mit 50 Millionen Euro einen historischen Tiefstand innerhalb der letzten zehn Jahre.
Insgesamt bleibt der Markt für Büroimmobilien in Wien jedoch einer der stabilsten in Europa. Leerstandsrate und Spitzenmiete sanken im abgelaufenen Quartal nur leicht, die Immobilienwerte legten sogar leicht zu.
Zum Vergleich: Wurden im gleichen Zeitraum 2008 in Österreich noch rund 410 Millionen Euro investiert, so sank dieses Volumen nun im dritten Quartal 2009 auf 50 Millionen Euro. Dies sind rund 67 Prozent weniger als im zweiten Quartal des laufenden Jahres, als 150 Millionen Euro in Büroimmobilien der Donau-Metropole investiert wurden. Als „Hoffnungsträger“ bezeichnen die Immobilienprofis von CBRE die deutschen institutionellen Investoren. Diese zeigten wieder vermehrt Interesse an Core-Investmentprodukten in Österreich. Investoren könnten in Wien zurzeit mit Spitzenanfangsrenditen von ca. 5,70 Prozent rechnen, nachdem dieser Wert im zweiten Quartal 2009 bei 5,75 Prozent für Premiumobjekte lag, hieß es in einer Pressemitteilung von CBRE. Gegenüber dem Vorjahreswert konnte sich die Spitzenrendite um 85 Prozentpunkte erhöhen.
Licht und Schatten gab es bei den Fertigstellungen in Wien. Hier verbuchte CBRE einerseits – bei einem Gesamtvolumen von rund 10 Millionen Quadratmetern – im dritten Quartal rund 31.000 Quadratmeter an neuen Büroflächen. Andererseits konnten rund 80.000 Quadratmeter vermietet werden. Dies ist der höchste Wert seit 2007. Im Vergleich zum Vermietungsumsatz von ca. 110.000 Quadratmeter im dritten Quartal 2008 sind dies zwar ca. 27 Prozent weniger, jedoch ist die beginnende Stabilisierung am Markt nicht zu übersehen. Ausschlaggebend dafür sind maßgeschneiderte Angebote, wie beispielsweise im Marximum in Erdberg, wo auch die größte Vermietung des Quartals mit der ERGO AG mit rund 10.000 Quadratmeter abgeschlossen wurde.
„Das dritte Quartal war bisher das erfolgreichste des Jahres, immerhin um 14 Prozent stärker als das zweite Quartal. Bis Jahresende sollten in Wien rund 300.000 Quadratmeter Büroflächen neu vermietet werden. Dieser Wert liegt etwas über jenem aus dem Jahr 2004“, prognostiziert Andreas Ridder, Geschäftsführer von CB Richard Ellis Österreich.
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