Denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage nutzen

© fotolia.de/ Heinrich

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Bausparer und Kapitalanleger investieren dieser Tage verstärkt in Immobilien, da Wohnhäuser, Gewerbeimmobilien und Eigentumswohnungen als krisensichere Anlageformen gelten. Finanzexperten und Kenner des Immobilienmarkts raten Kapitalanlagern dazu, verstärkt in Wohn- und Büroimmobilien zu investieren, um ihre finanziellen Rücklagen im Angesicht einer drohenden Inflation in Deutschland in Sicherheit zu bringen. Auf der Suche nach einer sicheren Möglichkeit zur Geldanlage sollten Immobilienkäufer dabei auch nicht vor Denkmalgeschützten Häusern zurückschrecken – die können ihrem Besitzer sogar steuerliche Vorteile bringen.

Wie eine Immobilie zum Denkmal wird

Als denkmalgeschütze Immobilien gelten in Deutschland all jene Gebäude, die laut Denkmal-Schutz-Gesetz (DSchG) als besonders schützens- und erhaltenswert gelten. Alle in Deutschland unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind in der so genannten Denkmalliste verzeichnet. Den Status als Denkmal erhalten Immobilien vom Amt für Denkmalschutz. Dieses prüft unter anderem den Zustand der Bausubstanz des Gebäudes. Erfüllt das Objekt sämtliche Kriterien eines Baudenkmals, wird das Haus im Laufe des Verfahrens als erhaltungswürdiges Denkmal eingestuft und steht fortan unter Denkmalschutz. Sinn und Zweck des Denkmalschutzes ist es, historische Gebäude und Bausubstanz als kulturelles Erbe möglichst lange möglichst gut erhalten zu können.

Finanzielle Förderung für Denkmalschutz

Die Denkmalschutzgesetze sind in Deutschland föderalistisch geregelt. Je nach Bundesland gelten für die Besitzer denkmalgeschützter Immobilien bestimmte Auflagen zur Erhaltung und Sanierung der historischen Bausubstanz. In jedem Bundesland sind dabei die jeweils geltenden Auflagen verpflichtend und müssen von den Immobilieneigentümern dementsprechend umgesetzt werden. Da finanziell sehr umfangreiche, doch notwendige Maßnahmen häufig das Budget des Eigentümers sprengen, schaffe der Staat die entsprechenden monetären Voraussetzungen, um die Einhaltung der Denkmalschutzauflagen zu gewährleisten.

Steuerbonus für Denkmal-Eigentümer

Zudem können die Besitzer von Immobilien unter Denkmalschutz von steuerlichen Vorteilen profitieren. Denkmalgeschützte Häuser werden vom Fiskus zusätzlich subventioniert. Da die Modernisierungs- und Instandhaltungskosten bei Denkmalimmobilien einen Großteil des Kaufpreises ausmachen, können auch diese bei der Steuer geltend gemacht werden. Um die Sanierungskosten für ein Denkmal-Gebäude bei der Steuer abschreiben zu können, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Im Jahr der Fertigstellung der Sanierung können die Kosten erstmals abgeschrieben werden
  • Gesamter Betrag kann nur dann abgeschrieben werden, wenn die Immobilie vor Beginn der Sanierung gekauft wurde
  • Wurde das Objekt nach Beginn der Sanierung erworben, mindert das den steuerlich abschreibungsfähigen Teil der Sanierungskosten

Wird die denkmalgeschützte Immobilie selbst bewohnt, können die Kosten zur Erhaltung und Wiederherstellung des Gebäudes zu 90 Prozent auf bis zu zehn Jahre verteilt beim Finanzamt geltend gemacht werden. Denkmalbesitzer, die ihre Immobilie als Geldanlage nutzten, können die Kosten sogar in vollem Umfang über 12 Jahre verteilt von der Steuer absetzen.

Ein Kommentar zu “Denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage nutzen”
  1. […] auch vor Denkmalgeschützen Objekten nicht halt machen – es locken steuerliche Vorteile. Lesen Sie mehr … Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. Dieser […]

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