Einzelhandelsimmobilien: Dortmund legt zu
Dortmund ist im Aufwind – Nicht nur in der Fußball-Bundesliga. Hohe Mietpreise, niedrige Leerstandsquote kennzeichnen derzeit den Dortmunder Retail-Markt. Wie der Immobiliendienstleister CB Richard Ellis (CBRE) mitteilte, gewinnt Dortmund zunehmend auch als Einzelhandelsstandort deutschlandweit an Bedeutung. Die Spitzenmiete für Einzelhandelsimmobilien in Dortmund stieg in der Innenstadt in den letzten sieben Jahren um durchschnittlich 3,4 Prozent und liegt aktuell bei 190 Euro pro Quadratmeter monatlich.
„Die konsumorientierten Straßen Westenhellweg und Ostenhellweg sowie die szenige Trendmeile Brückstraße sind die Haupteinkaufsstraßen in der Innenstadt und weisen auch die stärkste Vermietungsaktivität auf“, erklärt Frank Emmerich, Head of Retail Agency West bei CBRE: Die mit den anderen Einzelhandelslagen der Stadt verglichen hohen Mietpreise des belebten Westenhellwegs begründen sich nach Ansicht von CB Richard Ellis durch den deutlichen Nachfrageüberhang und die stärkste Frequenz dieser Einkaufsstraße.
Im abgelaufenen Jahr 2009 gab es insgesamt 31 Vermietungen von Einzelhandelsimmobilien in Dortmund. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent aller Vermietungen waren neben der Innenstadt auch die Stadtteillagen beliebtes Expansionsziel im Jahr 2009. In der Innenstadt verzeichnete man 13 Vermietungen, wobei sich sechs auf die 1A-Lagen Westenhellweg und Ostenhellweg verteilten.
In Sachen Shoppingcenter-Vermietungen handelt es sich laut CBRE ausschließlich um Neuanmietungen im Nahversorgungszentrum „eks“ im Stadtteil Dortmund-Scharnhorst. Im Mai 2009 konnten die Umbauarbeiten des Centers abgeschlossen und Vollvermietung gemeldet werden.
Das größte Projekt für Einzelhandelsimmobilien in Dortmund ist die innerstädtische Shoppingcenter-Entwicklung „Neues Thier-Areal” der ECE, welche auf dem Gelände der ehemaligen Thier-Brauerei entstehen soll. Das Center mit einer Verkaufsfläche von rund 33.000 Quadratmetern und rund 150 Läden soll im kommenden Jahr eröffnet werden. „Das neue Einkaufszentrum der ECE könnte zu einer Einspannung bzw. Deckung des derzeitigen Nachfrageüberhangs an Einzelhandelsflächen in der Innenstadt bzw. gegebenenfalls zu einem Rückgang des Mietpreisniveaus führen“, glaubt Frank Emmerich.
