Einzelhandelsimmobilien in Deutschland legen zu

Die Anzahl der Vermietung von Einzelhandelsimmobilien in Deutschland stieg im Jahr 2009 ungeachtet der wirtschaftlichen Turbulenzen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter an. Das berichtet das Immobiliendienstleistungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE). Wie die Immobilienprofis von CBRE in Frankfurt mitteilten, expandierten die so genannten Retailer in Deutschland im Jahr 2009 weiter, die Anzahl der Einzelhandelsflächenvermietungen wurde gegenüber 2008 um 37 Prozent gesteigert. Die Zahl der insgesamt in 2009 abgeschlossenen Deals lag bei 2.052.

Karsten Burbach, Head of Retail bei CBRE in Deutschland weiß um die Gründe dieses Aufwärtstrends: „Gerade nationale und etablierte internationale Einzelhändler setzen ihre Expansionsstrategie stringent um und suchen weiterhin attraktive Standorte in den 1A-Lagen Deutschlands. Die sehr hohe Anzahl, abgeschlossener Deals, so Immobilienprofi Burbach weiter, sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass das Vermietungsgeschäft deutlich anspruchsvoller geworden ist. Die Beratungsintensität und der Prüfungsumfang hätten Markt übergreifend bei allen Akteuren zugenommen, so dass zwischen Erstkontakt und Abschluss nicht selten ein Jahr läge.

Die meisten Nachfragen fanden sich im abgelaufenen Jahr bei den Modeeinzelhändlern. In dieser Interessentengruppe wurden 33 Prozent der gemeldeten Abschlüsse getätigt. Absoluter Gewinner des Vermietungsjahres 2009 bei Einzelhandelsimmobilien in Deutschland sind jedoch die Lebensmittelhändler. Das Segment der Super- und Verbrauchermärkte stieg im Jahr 2009 auf acht Prozent. Der kleinflächige Supermarkt spielte dabei kaum eine Rolle, die eindeutige Mehrzahl der Geschäfte in diesem Segment wurde als Verbrauchermarkt mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 2.200 Quadratmeter vermietet und eröffnet. Die 2007 und 2008 noch sehr aktiven Mobilfunkanbieter expandierten hingegen 2009 nur noch verhalten.
 
Zu den aktivsten Städten 2009 für Einzelhandelsimmobilien in Deutschland zählt Berlin mit 138 Vermietungen, gefolgt von Hamburg (132), Frankfurt am Main (97) und München (95). Die „Top 4“ unter den deutschen Städten konnten in Sachen Einzelhandelsimmobilien ihre bisher behauptete Führungsposition noch einmal ausbauen. Karsten Burbach dazu: „Die Retailer konzentrieren sich in Deutschland auf die Top 20-Standorte. Mehr als die Hälfte der rund 2.000 gemeldeten Deals wurden in diesen Städten abgeschlossen. Aber auch kleinere Großstädte wie Münster, Freiburg, Mainz und Wiesbaden sowie Mittelstädte wie Gießen, Aschaffenburg und Straubing haben offenkundig an Attraktivität gewonnen.“

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