Erdwärme – geothermische Energiegewinnung für die Zukunft

Foto: fotolia.com

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Die Bundesregierung gibt grünes Licht. Geeignete Rahmenbedingungen sollen dafür sorgen, dass Erdwärme zukünftig stärker genutzt werden kann. Um einen Anreiz für geothermische Energie zu schaffen, wurde die Einspeisevergütung für Strom aus Erdwärme erhöht und ein neuer Bonus eingeführt. Hierfür wurde das “Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz”, welches am 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist, als Grundlage geschaffen. Als zusätzlicher Anreiz wurde die Förderung für Erdwärme mittels eines neuen Kreditprogramms zum Fündigkeitsrisiko erweitert. Die Einwohner, der Vulkaninsel Island nutzen schon seit vielen Jahrzehnten die Erdwärme in Form von Geysiren. Mittels sogenanntem Dublettenbetrieb werden 90 Prozent der Bevölkerung mit warmen Wasser versorgt – eine ökologische Fernheizung. Deutschland will mit gesetzlichen Regelungen und Fördermaßnahmen für eine deutliche Marktbelebung in puncto Erdwärme sorgen. Auch der private Wohnungsbau profitiert hiervon. Erdwärme wird in Zukunft einen größeren Teil an Energiebedarf decken können. Die zurzeit erwirtschaftete Energieleistung aus dieser Art der Energieerzeugung soll bis zum Jahre 2020 um das Vierzigfache erhöht werden. Damit würden rund 280 Megawatt Leistung aus geothermischer Stromerzeugung fließen. Rund 50 Kraftwerke mit einer Leistung von fünf Megawatt würden diese Leistung bringen. Bis zum Jahre 2020 sollen insgesamt 8,2 Milliarden Kilowattstunden aus Kraftwerken der Tiefen Geothermie produziert werden. Bis zum Jahre 2030 ist mit einer rasanten Erhöhung des Strombedarfs zu rechnen. In Deutschland sind derzeit drei Heizkraftwerke für kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung am Netz. Zusätzlich versorgen zehn Heizwerke die Wärmenetze. Im privaten Wohnungsbau findet zurzeit auch ein Umdenken in Richtung Erdwärme statt. Anstelle einer Erdwärmesonde wird mit einem Erdwärmekollektor gearbeitet. Dadurch ist ein höherer Wirkungsgrad erzielbar. Die Bohrtiefe in Deutschland liegt meist nicht tiefer als 50 bis 100 Meter. Bereits ab zehn Metern Tiefe bleibt die Temperatur fast unverändert. In Verbindung mit einer Wärmepumpe samt technischer Einrichtung sind erhebliche Einsparungen möglich. Mit Solartechnik auf dem Dach können zusätzlich Kosten gesenkt werden. Außer der genannten Einspeisevergütung bekommt der Hausbesitzer durch Förderprogramme auch Zuschüsse vom Staat. Wer jetzt seine alte Heizung erneuern will, ist gut damit beraten, Angebote über die Energiegewinnung aus Erdwärme und die Möglichkeit, mit dieser auch zu heizen, zu studieren. Denn aufgrund der erhöhten Nachfrage sind die Preise für diese Anlagen stark gesunken und durch technische Weiterentwicklungen wurde eine Steigerung im Wirkungsgrad erreicht. Mit Erdwärme lässt sich deshalb heute schon viel Geld sparen.

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