Gewerbeimmobilien auf dem Prüfstand

Bürohäuser ragen in den Sonnenhimmel

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Bedingt durch den Zusammenbruch des US-amerikanischen Immobilienmarktes befürchten Experten nun, dass demnächst auch auf den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt turbulente Zeiten zukommen. Durch den akuten Preisverfall der Gewerbeimmobilien in den USA kann nämlich Deutschland direkt mitbetroffen sein.

Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nicht wenigen Banken hierzulande herbe Verluste drohen. Doch zuletzt gab es eher positive Zeichen auf dem Markt der Gewerbeimmobilien. Denn Investitionen sind hier im ersten Quartal dieses Jahres stark angestiegen. Wie das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) berichtet, erhöhte sich das Transaktionsvolumen auf satte fünf Milliarden Euro – ganze 176 Prozent mehr als noch im ersten Quartal des vergangenen Jahres.

Klarer Gewinner bei den Gewerbeimmobilien sind dabei Einzelhandelsimmobilien. In diesem Bereich wurden Marcus Lemli, Deutschlandchef Leasing & Capital Markets bei JLL, zufolge zirka drei Milliarden Euro investiert. Dies ist mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Präzise aufgefächert entfallen auf den Einzelhandelsanteil am Transaktionsvolumen 60 Prozent und auf Büroimmobilien zirka 29 Prozent.

Doch Gewerbeimmobilien erfuhren auch eine Trendumkehr. Stammten im vergangenen Jahr noch an die 90 Prozent des eingesetzten Kapitals von deutschen Investoren, kommen in diesem Jahr auch ausländische Investoren zum Zug und kauften für zirka zwei Milliarden Euro Immobilien. Rund 45 Prozent des eingesetzten Kapitals flossen JLL zufolge dabei in die deutschen Hochburgen für Gewerbeimmobilien – Berlin, Köln, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt am Main.

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