Gewerbeimmobilien: Ende der Investitionsflaute?
Das Investitionsvolumen auf dem zentral- und osteuropäischen Gewerbeimmobilienmarkt betrug im April 2009 rund 100 Millionen Euro. Das teilte das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) mit. Zwar liege dieses Ergebnis deutlich unter den entsprechenden Investitionsvolumina der Vorjahre, doch insgesamt liegt die Summe um 32 Prozent über dem Schnitt der ersten drei Monate dieses Jahres.
Von den fünf im April vollzogenen Transaktionen entfielen drei auf den Einzelhandels- und jeweils eine auf den Büro- und Industrieimmobiliensektor. Auf die Kernmärkte der Region, Polen und die Tschechische Republik, entfielen dabei vier der fünf Transaktionen.
„Insgesamt verhalten sich Investoren zurückhaltend, dies gilt insbesondere für die Offenen Immobilienfonds aus Deutschland, die zu den großen Investoren in den vergangenen Jahren gehört haben. Dennoch erfolgte das größte Investment in diesem Jahr – die Akquisition der Jungmannova Plaza in Prag und des Grzybowska Parks in Warschau – durch die DEKA Immobilien Investment GmbH“, erklärte Jan Linsin, Head of Research bei CB Richard Ellis in Deutschland.
Der deutliche Anstieg der Renditen in den vergangenen Quartalen steigerte auch die Attraktivität der Region für Investoren. Dadurch dass die Renditen an vielen westeuropäischen Standorten wie London, Paris und Madrid sich stabilisieren bzw. nicht weiter steigen, könnten auch die Regionen Zentral- und Osteuropa im weiteren Verlauf des Jahres wieder in den Fokus der Investoren rücken.
„Aktuell zeigen sich neben den eigenkapitalstarken Investoren – wie den deutschen Offenen Immobilienfonds – vereinzelt auch wieder opportunistische Käufer interessiert an der Region“, sagte Peter Schreppel, Head of International Investment bei CB Richard Ellis in Deutschland, „jedoch lässt sich dies noch nicht an Transaktionen festmachen.“ Vielmehr, so Schreppel, weiter, warteten diese Investoren aufgrund der sehr limitierten Kreditvergabe zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch auf einen eventuellen, weiteren Anstieg der Renditen. Eigenkapitalstarke Investoren, so die Einschätzung von Immobilienprofi Schreppel, seien durch den dadurch überschaubar gewordenen Wettbewerb in einer günstigen Investitionsposition, um an erstklassige Immobilien mit nachhaltig gesicherten Mieteinnahmen zu kommen.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
Kategorie: Immobilien Marktdaten
