Gewerbeimmobilien: Londoner Westend teuerster Bürostandort der Welt

Das Londoner Westend ist vor Tokios Inner Central-Bezirk der teuerste Bürostandort der Welt. Dies geht aus dem aktuell vom Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) vorgestellten Global Office Occupancy Cost Survey hervor. Dieser Report vergleicht die Raumkosten für Büroflächen in 179 Metropolen weltweit. Zu den Raumkosten sind neben dem Mietpreis auch lokale Steuern und Zusatzkosten enthalten. Hinter Tokio folgt der Outer Central Distrikt von Tokio. Der Central Business Distrikt von Hongkong und Moskau belegen die Plätze vier und fünf.Zentrales Ergebnis des Reports Global Office Occupancy Cost Survey: Büroimmobilienmärkte verzeichnen weltweit Rückgänge bei den Raumkosten. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gingen die Raumkosten im Schnitt aller 179, in der Aufstellung berücksichtigten Städte, zum 30. September dieses Jahres um 7,7 Prozent zurück. Die Untersuchung der Immobilienprofis von CB Richard Ellis beruht auf Berechnungen in lokalen Währungen und Maßeinheiten. Insgesamt gingen in 131 Städten die Spitzenmieten zurück, in 50 davon sogar im zweistelligen Bereich.

Die weltweite Wirtschaftskrise trug in einigen Finanzzentren erheblich zum Rückgang der Raumkosten bei – in einem bisher nicht gekannten Umfang. Hierzu gehören neben Hongkong (Rückgang um 40,7 Prozent) auch New Yorks Midtown mit einem Minus von 29,7 Prozent. Der weltweit stärkste Rückgang wurde in Kiew verzeichnet: Die ukrainische Hauptstadt verbuchte ein Minus von 64,6 Prozent.

Ebenfalls zu den Verlierern gehören Singapur (minus 53,4 Prozent) und Ho Chi Minh City. Die Hauptstadt Vietnams musste einen Rückgang von 45,4 Prozent hinnehmen.
 
„Während es in einigen Städten bereits Anzeichen einer Erholung gibt, dies gilt insbesondere für Asien und Teile von London, sind die Büroimmobilienmärkte in vielen Teilen der Welt weiter von der Finanzkrise betroffen“, so Martin Drummer, CEO bei CB Richard Ellis in Deutschland, „allerdings wird der Mieter gerade in Deutschland auch 2010 das Geschehen dominieren. Zwar können wir nicht von einem drastischen Mietpreisverfall sprechen, aber die Mieten werden weiterhin etwas nachgeben.“

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