Hauskauf: Trend geht zur gebrauchten Immobilie
In Zeiten, in die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen aufgrund der wachsenden Nachfrage in die Höhe schießen, werden preiswerte Immobilien mehr und mehr zur Seltenheit. Wenn der Neubau zu teuer ist und die Kosten für Eigentumswohnungen selbst in weniger attraktiven Lagen das eigene Budget überteigen, stellt der Kauf einer gebrauchten Immobilie eine gute und mitunter kostengünstige Alternative zum Neubau dar – allerdings nicht immer.
Gebrauchte Immobilie oder Neubau?
Der Markt für gebrauchte Immobilien befindet sich im Aufwind. Um durchschnittlich zehn Prozent ist der Absatz gebrauchter Ein- und Zweifamilienhäuser im vergangenen Jahr gestiegen, so eine aktuelle Statistik. Da die Bauzinsen in 2011 einen historischen Tiefstand erreichten, wurde der Erwerb einer Immobilie auch für Verbraucher interessant, die nicht unbedingt ein Haus neu bauen wollten. Eine gebrauchte Immobilie zu kaufen statt neu zu bauen, lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Viele Immobilienkäufer betonen in erster Linie den finanziellen Vorteil, den der Gebraucht-Kauf mit sich bringen kann. Ob ein gebrauchtes Haus tatsächlich günstiger als ein Neubau ist, fällt von Immobilie zu Immobilie sehr unterschiedlich aus und hängt in erster Linie vom konkreten Fall ab. So entfallen beim Kauf eines gebrauchten Objekts die Kosten für Baufirma, Architekten und das Baugrundstück. Je nach Alter und Zustand der Gebraucht-Immobilie fallen allerdings neben dem reinen Kaufpreis zusätzliche finanzielle Aufwendungen für die Sanierung und Renovierung des Hauses an. Muss bei einem unsanierten Altbau aus den 1950er Jahren beispielsweise der marode Dachstuhl komplett neu gedämmt werden oder die Heizungsanlage rundum modernisiert werden, relativiert sich der vermeintlich günstige Kaufpreis des Objekts mitunter schnell wieder. Sind umfangreiche Erneuerungen an Bausubstanz, Dämmung oder den sanitären Anlagen des Objekts notwendig, können Sie auf den Kaufpreis locker mehrere tausend Euro draufschlagen.
Traumhaus nach den eigenen Vorstellungen
Kostenintensive Umbauarbeiten sind auch dann notwendig, wenn beispielsweise die Raumaufteilung des gebraucht gekauften neuen Eigenheims nicht ganz den eigenen Vorstellungen entspricht. So müssen beispielsweise Wände eingerissen werden, wenn Wohn- oder Schlafzimmer zu klein Ausfallen. So mancher möchte vielleicht die Waschküche im Keller zum Hobbyraum umfunktionieren oder sich durch den Ausbau des Dachstuhls einen zusätzlichen Arbeitsraum schaffen. Nicht selten muss für Planung der Umbauarbeiten ein Bauexperte oder Architekt hinzugezogen werden, der die eigenen Ideen zu Papier bringt. Umbauten dieser Art sind beim Neubau natürlich nicht notwendig, da hier der Bauherr sein zukünftiges Zuhause von vornherein gemäß den eigenen Wünsche und Vorstellungen errichtet.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
Kategorien: Bauen, Immobilien kaufen | Keine Kommentare »

