Immobilien: Angst vor der Zwangsversteigerung
Viele Eigentümer in Deutschland haben angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise nicht nur Angst um ihren Job, sondern auch um ihre Immobilie. Zwar hat sich nach Angaben der Schufa im Jahr 2008 die Anzahl der überschuldeten Privathaushalte mit 2,8 Millionen auf konstantem Niveau eingependelt (2003: 2,8 Millionen und 2007: 2,8 Mio. nach einem kurzzeitigen Anstieg auf 3,0 Millionen), dennoch leben de facto rund sieben Millionen Menschen in Deutschland an der Grenze zur Überschuldung.
Immer mehr Deutsche suchen in dieser Situation Hilfe bei einer Schuldnerberatung, die bei Bankproblemen und drohenden Zwangsversteigerungen, aber auch bei sogenannten „Schrottimmobilien“ oder beim Immobilienschutz zum wichtigen Ansprechpartner wird. Fachberater und Anwälte ermöglichen dem Immobilieneigentümer die direkte Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung. Zu den wichtigsten Tätigkeiten einer Schuldnerberatung gehören dabei das Controlling von Verträgen, Vereinbarungen und Grundbüchern.
Hintergrund: Mehr als 90.000 Immobilien stehen in Deutschland jedes Jahr zur Zwangsversteigerung aus. Viele Häuser, die zur Zwangsversteigerung frei gegeben sind, gehen dabei bis zu 50 Prozent unter Verkehrswert weg. Die Gefahr einer Zwangsversteigerung lässt sich nach Ansicht vieler Schuldenberater schon frühzeitig bannen. „Mit dem Schutz der Immobilie vor Verlust“, so die „Schuldnerakuthilfe“, „sollte man frühzeitig beginnen, auch wenn die finanzielle Situation scheinbar noch in Ordnung ist.
Vor allem sogenannte „Heuschrecken“ wurden in Deutschland im Sog der Finanzkrise zum Albtraum vieler Hausbesitzer. Es wird dann zumeist „kurzer Prozess“ gemacht. Die Tilgung des Darlehens braucht nur ins Stocken zu geraten, schon vergibt die Bank die Kredite an einen Finanzinvestor, der sich um die Kündigung des Darlehens und die Zwangsversteigerung nicht zwei Mal bitten lässt.
Beispiele gibt es viele. Wolfgang S. hatte als Geschäftsführer eines Unternehmens viele Jahre lang gut verdient. In den Jahren 2000 und 2001 kaufte S. zwei Immobilien in Ostdeutschland. Der Haken dabei: An einem der beiden Häuser gab es Bauschäden, die Zahlung der Raten verzögerte sich und seine Bank verkaufte die Kredite kurzerhand an die Gesellschaft des US-amerikanischen Fonds Lone Star. Diese leitete direkt die Zwangsversteigerung der beiden Häuser in die Wege und nur wenige Monate später beantragte das Inkassounternehmen Hudson tatsächlich die Zwangsversteigerung. Die Hudson-Leute gelten bei Insidern als „Abräumer“ für Lone Star. Der Käufer war im Falle von Wolfgang S. wieder eine Gesellschaft aus dem Lone Star-Verbund. Sie zahlte für das eine Haus 650.000 Euro, für das andere 300.000 in der Zwangsversteigerung – ein Schnäppchenpreis. Wolfgang S. hatte dafür 2000/2001 fast den doppelten Betrag hingelegt. Die anschließende Forderung von Hudson über die noch ausstehenden 500.000 Euro trieben die Familie S. in den Ruin.
Um das im Falle von Wolfgang S. geschilderte Horrorszenario zu vermeiden, bieten Schuldnerberatungen deutschlandweit die beste professionelle Hilfe bei einer Zwangsversteigerung an. Schuldnerberatungen sind in erster Linie daran interessiert, dass der Klient in seiner Immobilie verbleiben kann. Hohe Erfolgsquoten sprechen für diese Serviceleistungen, über die jeder Immobilienbesitzer nachdenken sollte. In guten wie in schlechten Zeiten.
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