Immobilien: Das sind die teuersten Bürostandorte

Foto: fotolia.com
Tokio ist vor dem Londoner West End und der russischen Hauptstadt Moskau der teuerste Bürostandort der Welt. Dies ist das Ergebnis des vom Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) aktuell vorgestellten Global Office Occupancy Cost Survey. In dieser Studie werden die Raumkosten für Büroflächen in weltweit 170 Metropolen verglichen. In den Raumkosten sind neben dem Mietpreis auch lokale Steuern und Zusatzkosten enthalten.Die weltweite Finanzkrise sorgt insbesondere in den großen Finanzzentren für einen starken Nachfragerückgang bei Büroflächen. In einigen Märkten gingen die Raumkosten in den vergangenen 12 Monaten um 20 Prozent und mehr zurück. Im Durchschnitt der untersuchten 170 Metropolen war nur ein leichter Rückgang von 2,8 Prozent zu verzeichnen. Stichtag der gesamten Untersuchung war der 31. März 2009. Zum 30. September 2008 wurde noch ein ungewichteter Anstieg der Raumkosten von durchschnittlich 8 Prozent registriert. Der am stärksten von Preisrückgängen betroffene Markt ist Singapur. Hier reduzierten sich die Raumkosten gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 34 Prozent.
In einigen Metropolen steigen die Raumkosten weiter an. Hierzu zählen Charlotte (USA), Marseille (Frankreich) und Perth (Australien). Dies lässt sich mit außergewöhnlichen lokalen Marktverhältnissen begründen. Beispiel hierfür ist u. a. die Fertigstellung von Top-Immobilien in Märkten, in denen es diese bisher nicht in ausreichender Anzahl gab. Gleichzeitig wird damit die unterschiedliche Auswirkung der Finanzkrise auf die einzelnen Märkte deutlich.
„Die globale Rezession hat bereits deutliche Spuren auf den internationalen Märkten für Büroimmobilien hinterlassen. Am stärksten sind die Standorte betroffen, an denen schwerpunktmäßig Unternehmen aus der Finanzindustrie ansässig sind“, kommentiert Jan Linsin, Head of Research bei CB Richard Ellis in Deutschland die Entwicklung, „die teuersten Bürostandorte sind heute erheblich günstiger als vor einem Jahr.
Dieser Trend zeigt sich insbesondere im noblen Londoner West End. „Bei der Untersuchung vor einem Jahr kostete ein Quadratmeter rund 169 Euro im Monat, heute ist eine vergleichbare Fläche für rund 117 Euro zu haben“, sagt Linsin. Das Londoner West End ist mit einem Raumkostenpreis von 116,85 Euro pro Quadratmeter und Monat der zweitteuerste Büromarktstandort der Welt, Moskau nimmt weltweit den dritten Platz ein. Dubai, Paris, die Londoner City und Dublin sind als weitere europäische Standorte unter den globalen Top 10 vertreten. Zwölf Städte in der Region verzeichneten Rückgänge bei den Raumkosten im zweistelligen Prozentbereich, wobei der stärkste Rückgang in Moskau registriert wurde, gefolgt von Oslo. Im Londoner West End, dem zuletzt teuersten Markt der Welt, gingen die Raumkosten im Untersuchungszeitraum um 20 Prozent zurück. Neben Marseille und Abu Dhabi gehörte Durban zu den Metropolen, in denen die Raumkosten gestiegen sind. Frankfurt am Main bleibt teuerster Standort in Deutschland und belegt weltweit Rang 22, München ist als zweite Stadt der Bundesrepublik auf Platz 37 vertreten. Bei den Immobilien in Spanien rangiert der Büromarkt in Madrid auf Platz 24.
Tokios Inner Central ist mit Raumkosten von umgerechnet 124,30 Euro pro Quadratmeter und Monat der teuerste Bürostandort der Welt. Neben Tokio sind Hongkong, Tokio’s Outer Central und Mumbai in den weltweiten Top 10 vertreten, wenngleich sich an allen Standorten die Raumkosten erheblich reduzierten. Der stärkste Rückgang wurde in Singapur verzeichnet. Hier reduzierten sich die durchschnittlichen Raumkosten im Untersuchungszeitraum um 34 Prozent.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
Kategorie: Immobilien Marktdaten

[...] steigerte auch die Attraktivität der Region für Investoren. Dadurch dass die Renditen an vielen westeuropäischen Standorten wie London, Paris und Madrid sich stabilisieren bzw. nicht weiter steigen, könnten auch die Regionen Zentral- und Osteuropa [...]