Immobilien: Experten helfen bei der Wertermittlung

er eine Immobilie verkaufen möchte, sollte wissen, was das Objekt wert ist. Preisvergleiche von Immobilien in Zeitungen oder bei führenden Portalen im Internet helfen dabei wenig. Denn bei gleicher Lage sind Erhaltungszustand und Ausstattung meist unterschiedlich. Bereits vorhandene Wertgutachten sind wegen ihres oftmals fortgeschrittenen Alters häufig nicht immer aussagekräftig.

„Wer den Objektwert genau wissen möchte, muss ein aktuelles Verkehrswertgutachten erstellen lassen“, erklärt Immobilienprofi Robert Anzenberger vom Dienstleister PlanetHome AG (München). Ein geprüfter Gutachter ermittelt jeweils den Verkehrswert der Immobilie – also den Preis, den der Verkäufer derzeit real am Markt erzielen kann. Exakte Wertgutachten erstellen zum Beispiel Mitglieder von Gutachterausschüssen in Städten und Gemeinden, aber auch der TÜV und die Dekra sowie von der Industrie- und Handelskammer öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige – Transparenz statt „gefühlter Preise“. Die Gebühren für eine Hausbewertung sind dabei vom ermittelten Verkehrswert abhängig. Für Verkäufer von Immobilien können sich die Ausgaben schnell lohnen, zumal sie durch das Wertgutachten vor einer zu niedrigen Bewertung der Immobilie geschützt sind. Außerdem kann der Verkäufer versuchen, die Ausgaben über den Verkaufspreis der Immobilie wieder hereinzuholen.

Eine wichtige Funktion können Wertgutachten bei Vermögensstreitigkeiten einnehmen. Beispiel: Gibt es bei einer Erbschaft mehrere Erben, so führt dies mitunter sehr schnell zu unterschiedlichen Vorstellungen über den Wert einer Immobilie und damit zu Unstimmigkeiten über die Vermögensaufteilung. Denn immerhin muss der Haupterbe die anderen Erben auszahlen. Das gleiche Problem kann bei Ehescheidungen auftreten, beispielsweise wenn beide Partner unterschiedliche Ansichten über den Stand des gemeinsamen Familienvermögens haben. Ein Immobiliengutachten kann für Ehegatten, Anwälte und das Familiengericht wichtige Anhaltspunkte liefern. Allerdings sollten Auftraggeber bedenken, dass die ermittelten Werte nicht auf ewig gelten. Der Zustand der Immobilie kann sich mit der Zeit verschlechtern. Auch die Lage kann beeinflusst werden, etwa wenn eine neue Straße gebaut oder ein Gewerbegebiet in der näheren Umgebung errichtet wird.

Ist eine exakte Wertermittlung nicht erforderlich oder genügt dem Verkäufer ein grober Orientierungswert, können Makler gute Hilfestellung leisten. „Makler erstellen zwar keine besiegelten Gutachten. Doch professionelle Vermittler kennen die Bedingungen und das Preisgefüge vor Ort und sind in der Lage, eine realistische Markteinschätzung als Verhandlungsbasis zu bestimmen“, erläutert Immobilienexperte Robert Anzenberger, „wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist daher bei einem professionellen Immobilienberater gut beraten. Dieser kümmert sich mit einem Rundum-Service um alle Details des Immobilienverkaufs.“ Diese Dienstleistung reicht von der Verkaufswertermittlung über die Erstellung einer Vermarktungsstrategie bis hin zum Aufsetzen des Kaufvertrages und der fachmännischen Begleitung beim Notartermin.

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