Immobilien in Hamburg 2010: Wohnungen auch für „Normalverdiener“?
Neue Wohnungen, prestigeträchtige Immobilienprojekte – In Hamburg wird sich 2010 einiges tun. Die Hansestadt boomt – doch trotz der zahlreichen Bautätigkeiten ist das Angebot an bezahl- und finanzierbaren Miet- und Eigentumswohnungen in Hamburg für die steigende Nachfrage nicht ausreichend.
Mit 1,77 Millionen Einwohnern ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Geht es nach dem Plan „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“, so kalkuliert der Senat der Hansestadt mit mehr als zwei Millionen Einwohnern an Elbe und Alster in den nächsten Jahren. Das größte Problem: Die Nachfrage nach Immobilien in Hamburg ist weitaus größer als das Angebot. Diese Diskrepanz macht den Markt für Immobilien in Hamburg zu einem der wertstabilsten Märkte in Deutschland.
„Jahr für Jahr fehlen rund 6.000 Wohnungen in Hamburg“, erklärt Jörn Olaf Ridder, Leiter Wohnimmobilien beim Anbieter Grossmann & Berger. Die Folge: Wohnen wird in der Hansestadt immer teurer. Das gilt nicht nur für das prestigeträchtige Viertel Hafen City, das neu entstandene Wohnviertel rund um die altehrwürdige Speicherstadt. Hier haben sich die Preise für Eigentumswohnungen in Hamburg bei bis zu 11 500 Euro pro Quadratmeter eingependelt. Auch in den Elbvororten, auf der westlichen Alsterseite und in Uhlenhorst muss man bei Preisen zwischen 2.700 und 5.000 Euro pro qm für eine Eigentumswohnung in Hamburg tief in die Tasche greifen. Überdurchschnittlich hohe Preissteigerungen verzeichneten die Immobilienprofis von Großmann & Berger auch in Szenevierteln wie St. Georg oder Sternschanze.
Die Mietpreise für eine Wohnung in Hamburg bewegen sich sechs und 12 Euro pro Quadratmeter (Altona) und 12 bis 24 Euro/qm (Hafen City). Bleibt die Frage: Wann baut Hamburg Wohnungen für Normalverdiener? Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (46, GAL) dazu in einem Interview mit BILD HAMBURG am 12. Januar 2010: „In diesem und auch im nächsten Jahr werden wir verstärkt Flächen für Geschosswohnungsbau ausweisen. Wenn es um Neubauprojekte geht, wollen wir uns verstärkt um die Entwicklung innerstädtischer Bereiche kümmern.“ Das „Bauen auf der grünen Wiese“ und am Rande der Stadt, so die Senatorin weiter, könne nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Hajduk in BILD: „Es gibt eine Tendenz, in die Innenstadt zu ziehen. Deshalb ist Nachverdichtung richtig. Nur Mäkeln über steigende Mietpreise geht nicht.“
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Kategorie: Immobilienpreise
