Immobilien in Hamburg: Uni-Sanierung geplant

Alles neu in Hamburg. Die Hochschule soll mit ihren Immobilien am Rothenbaum umfangreich saniert werden oder auf das Gelände des Großmarkts am Klostertor verlagert werden. Das berichten das HAMBURGER ABENDBLATT und BILD (Ausgabe vom 14. Oktober 2009). Die Handelskammer Hamburg hatte einen 126 Seiten umfassenden Sanierungsplan vorgestellt.

Wichtigster Punkt: Der Erhalt der Uni und ihrer Immobilien am Rothenbaum. Dabei sollen am Martin-Luther-King-Platz, mitten im bunten Uni-Viertel, vor allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten angesiedelt werden. Am Von-Melle-Park sollen unter anderem die Staats- und Universitätsbibliothek, das Studierendenhaus und der Bunker am Allendehaus durch neue Immobilien ersetzt werden. Der sogenannte „Philosophenturm“ soll durch Anbauten erweitert werden. Zudem ist am Martin-Luther-King-Platz ein Uni-Park geplant. Weiterhin setzt man auf die Sanierung des Gebäudes Geomatikum und dessen Ersatz durch neue Immobilien, auch das Schröderstift und die Gewerbeschule für Existenzgründer sollen einen umfangreichen Umbau erfahren.

Mit dem Verbleib der Universität am Rothenbaum würden die Immobilien in Eimsbüttel und Immobilien in St. Pauli, zwei benachbarten Stadtteilen des Uni-Viertels, nichts von ihrer Attraktivität für Studierende einbüßen. Hier finden sich mitunter noch Schnäppchen für Immobilien in Hamburg und für den Start ins Studentenleben.

Zweite Variante der Universitätssanierung: Verlagerung der Immobilien an den Großmarkt. Die dort befindlichen Hallen, die allesamt unter Denkmalschutz stehen, sollen Hörsaal-Zentrum („Vorlesungszentrum“) werden. Dazu kommt ein Großparkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Der Großmarkt müsste weichen und auf die andere Seite der Norderelbe umziehen, wo sich heute die Immobilie des Überseezentrums befindet. Die Kosten für eine Teilverlagerung der Immobilien der Universität belaufen sich nach Angaben des HAMBURGER ABENDBLATT auf ca. 928 Mio. Euro, eine komplette Verlagerung der Universität an den neuen Standort im Hafen würde 1,28 Milliarden Euro kosten. Problem: Bis 2034 haben die Händler am Großmarkt eine Standortgarantie. Für Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) scheint ein Umzug der Universität keine sinnvolle Option: „Es stellt sich die Frage, ob die riesige Halle ohne ausreichendes Tageslicht überhaupt geeignet ist“, sagte Gedaschko dem HAMBURGER ABENDBLATT. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, favorisiert dagegen einen Verbleib der Uni am Rothenbaum: „Von den insgesamt 172 Gebäuden der Uni ist nur ein kleiner Teil sanierungsbedürftig“, so Schmidt-Trenz gegenüber der BILD-Zeitung, „17 Gebäude müssten dringend saniert werden, können aber problemlos erweitert werden.“

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