Immobilien: Mieten in Deutschland steigen weiter

Die Mietpreise in Deutschland haben weiter zugelegt. Der von der F + B-Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH ausgewertete Mietspiegelindex 2009 zeigt einen stetigen Preisanstieg, der sich jedoch weniger dynamisch vollzieht als noch im Vorjahr.

Die höchsten Mietpreissteigerungen, das berichtet auch die Immobilienfachzeitschrift Die Wohnungswirtschaft (Ausgabe 11/2009), finden sich nach wie vor in Süddeutschland. Spitzenreiter im F + B Mietspiegelindex 2009 ist München mit 171 Indexpunkten, gefolgt von Germering (138 Punkte) und Dachau (133). In der bayerischen Landeshauptstadt zahlen Mieter somit71 Prozent mehr für ihre Wohnung in München als im Bundesdurchschnitt. Mit rund 20 bis 30 Prozent an überdurchschnittlichen Mieten liegen weitere Städte aus Süd- und Mitteldeutschland wie Wiesbaden (128), Stuttgart (127) oder Konstanz (124) ebenfalls in der Top 10.

Eine höchst unterschiedliche Entwicklung in Sachen Mietpreis weisen Immobilien in Berlin auf. In der Bundeshauptstadt liegt das Mietniveau in den westlichen Bezirken mit sieben, im Ostteil sogar mit zwölf Prozent unter dem deutschen Mittelwert. Mieter in München zahlen im Schnitt 9,99 Euro pro Quadratmeter und müssen damit fast 85 Prozent mehr für ihre Nettokaltmiete kalkulieren als Mieter von Immobilien in Berlin. In Berlin liegt die Nettokaltmiete bei 5,42 Euro pro Quadratmeter. Ein überdurchschnittlich hohes Mietniveau ist in westdeutschen Großstädten wie Stuttgart (7,40 Euro pro Quadratmeter), Köln (7,40 Euro), Hamburg (6,79 Euro) und Frankfurt am Main (6,74 Euro) zu beobachten.

Bei Immobilien in Ostdeutschland zeigt sich, dass sich die Städte in den neuen Bundesländern immer noch auf günstigem Mietniveau befinden. Verglichen mit dem gesamtdeutschen Mittelwert von 5,84 Euro / qm liegen beispielsweise bei Immobilien in Halle an der Saale die Mieten bei 5,30 Euro pro Quadratmeter, Erfurt kommt mit 5,44 Euro / Quadratmeter ebenfalls sehr günstig daher. Auch Schwerin wohnt günstig: Die Durchschnittsmiete liegt in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern bei 5,31 Euro pro Quadratmeter.

Die höchsten Steigerungsraten bei den Mieten in Deutschland finden sich laut F + B Mietspiegelindex weiterhin bei den Altbaubeständen der Gründer- und der Zwischenkriegszeit. Im Schnitt liegen die Vergleichsmieten bei diesen Wohnungen um 0,8 bis 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Im Neubausektor (Baujahr ab 2005 aufwärts) liegen die Mietpreissteigerungen im Schnitt bei 0,7 Prozent.

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