Immobilien-Publikumsfonds: deutsche Finanzprodukte besonders gefragt

© istockphoto.com/ studiocasper

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Derzeit kommt wieder viel Bewegung in den deutschen Immobilienmarkt. Ausländische Investoren reißen sich förmlich um deutsche Immobilien und auch unter den Verbrauchern schürt die europäische Finanzkrise die Nachfrage nach Wohneigentum. Im Anlagebereich ist der Deutschland-Hype ebenfalls spürbar: bei den offenen Immobilien-Publikumsfonds erzielen derzeit Fonds mit Fokus auf Objekte in Deutschland die beste Performance. Im Januar erzielten die offenen Immobilienfonds mit Schwerpunkt auf Deutschland eine Rendite von 0,5 Prozent – ein deutlich besseres Ergebnis, als im gleichen Zeitraum auf dem Gesamtmarkt erzielt wurde. Insgesamt erzielten die offenen Immobilien-Publikumsfonds im Januar 2012 eine Rendite von 0,2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Auswertung des OFIX-All Index.  

Jeden Monat veröffentlicht die Investment Property Databank GmbH (IPD) ihre Auswertung zur aktuellen Entwicklung der Rendite offener Immobilien-Publikumsfonds.  Wie die jüngste Auswertung zeigt, schneidet Deutschland im Vergleich zum gesamten Fondsgeschäft gegenwärtig in Hinblick auf Rendite deutlich besser ab. Während Fonds mit Deutschland-Schwerpunkt im Schnitt 0,5 Prozent Rendite erreichten, warfen die international investierenden Fonds im Januar 0,0 Prozent Rendite ab. Für die Gesamtentwicklung in 2012 prognostiziert die IPD, dass Fonds-Produkte mit Deutschland-Fokus ihren Vorsprung sogar noch ausbauen werden: so soll der Vorsprung einheimischer Fonds in Hinblick auf das Gesamtjahr sogar um 0,9 Prozentpunkte mehr Rendite abwerfen.

Kleines Investment, hohe Rendite

Offene Immobilien-Publikumsfonds gehören zu den so genannten Immobilien-Spezialfonds – einer Untergruppe der offenen Immobilienfonds. Die Besonderheit dieser Form der Investmentfonds besteht darin, dass praktisch jeder Verbraucher sich an ihnen beteiligen kann. Offene Immobilien-Publikumsfonds werden überwiegend von Privatpersonen zur Kapitalanlage genutzt. Sie bieten privaten Anlegern die Möglichkeit, sich bereits mit kleinen Beträgen an einer Immobilie zu beteiligen. Wer einen Teil seiner Ersparnisse in einem solchen Fonds anlegen will, benötigt hinzu nicht einmal tiefgründige Kenntnisse auf dem Gebiet der Kapitalanlage. Denn die Verwaltung des Fonds übernimmt in den meisten Fällen eine so genannte Kapitalanlagegesellschaft. Diese Investmentgesellschaften verwalten verwalten Fonds und sorgen dafür, dass das Anlageprodukte möglichst hohe Rendite abwirft. Dabei werden die Anlagegesellschaften von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht.


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