Immobilien: Schützt das Eigenheim vor Inflation?

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Wohneigentum ist nach Ansicht vieler Bundesbürger ein geeigneter Schutz gegen Inflation. Als besonders sicher erweisen sich dabei Immobilien in München. Die bayerische Landeshauptstadt liegt in Sachen Miet- und Preisentwicklung seit Jahren weitaus höher als die Inflationsrate.

„Ob Immobilien wirklich inflationssicher sind, hängt in erster Linie vom Standort des Objekts ab“, erklärt Robert Anzenberger, Vorstand des bundesweiten Immobiliendienstleisters PlanetHome AG. Die sogenannten „teuren Gegenden“, so Anzenberger weiter, hätten dabei häufig bessere Karten als Immobilien in Niedrigpreisregionen. Grund: Um Vermögensverlust zu verhindern, muss sich der Preis der Immobilie im Gleichschritt mit der Inflationsrate entwickeln, im günstigsten Fall sogar schneller. Umgekehrt gilt: Bleibt der Immobilienpreis auf der Stelle, kommt es zu einer Entwertung des Objekts. Einfache Rechenbeispiele zeigen, wie Geldentwertung auch die Vermögenswerte schmälert: Bei einer jährlichen Inflationsrate von zwei Prozent verliert ein Vermögen von 100.000 Euro binnen zwanzig Jahren 32.700 Euro an Wert. Eigentümern bleibt ein Restwert von 67.300 Euro. So kommt es, dass sich binnen 30 Jahren ein Vermögen halbiert. Beträgt die Inflation hingegen im Schnitt gar drei Prozent, so halbiert sich der Vermögenswert bereits nach 20 Jahren.

Unter diesen Aspekten ist für Eigenheimkäufer entscheidend, ob die Immobilienpreise in der gewünschten Region unter dem Strich stärker wachsen als die Inflationsrate. Aktuelle Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft sowie des Marktforschungsinstituts BulwienGesa belegen, dass insbesondere im Süden und Westen Deutschlands die Wertentwicklung von Immobilienpreisen und Mieten langfristig gesehen oberhalb der Inflationsrate lag, während die Preise im Norden und Osten geringer stiegen. So ist laut BulwienGesa der Wohnimmobilienindex für Westdeutschland seit 1975 um 141 Prozent geklettert, die Inflation steigerte die Geldentwertung aber nur auf 130 Prozent.

Als besonders inflationssicherer Standort gilt München. Die „Weltstadt mit Herz“ liegt bei der Miet- und Preisentwicklung im langfristigen Vergleich weit vor der Inflationsrate. „Hoher Inflationsschutz ist aber nicht gleichzusetzen mit hoher Rendite auf das eingesetzte Kapital“, erklärt Robert Anzenberger. So gibt es zwar Spitzenpreise für Immobilien in München, bei den erzielbaren Renditen belegt die Stadt aber keinen Spitzenplatz. Die simple Begründung: Die Immobilienpreise und damit die Investitionskosten sind schlicht zu hoch. Wesentlich attraktivere Bedingungen finden Kapitalanleger bei Immobilien in Regensburg, Immobilien in Nürnberg oder Immobilien Würzburg. Trotzdem sollten Investoren nach Ansicht von Immobilienprofi Anzenberger ihr Hauptaugenmerk auf große Ballungszentren richten: „Stabilität und Immobiliennachfrage in attraktiven Wirtschaftszentren sind auf Dauer höher als in kleineren Standorten.“

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