Immobilien: Zu wenig seniorengerechte Wohnungen?
eutschland wird älter und 74 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass es in Zukunft zu wenige bezahlbare Wohnungen mit unterstützendem Serviceangebot für ältere Menschen geben wird. Eine altengerechte Modernisierung von Mietwohnungen halten 87 Prozent der Bundesbürger für dringend nötig. 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die erforderlichen Investitionen nicht allein vom Vermieter finanziert, sondern zusätzlich vom Staat gefördert werden sollten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hervor.
Im Jahr 2020 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 25 Prozent der Deutschen älter als 65 Jahre, bis 2050 steigt der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe auf ein Drittel. Diesem starken Zuwachs der über 65-Jährigen steht jedoch ein zu geringes Angebot an seniorengerechten Wohnungen gegenüber. Denn: Nur rund ein Prozent aller Wohnungen sind derzeit laut Pestel Institut in Deutschland seniorengerecht. Dies ist einer der niedrigsten Werte in Europa.
Bis 2019 müssen somit rund 800.000 zusätzliche Wohnungen in Deutschland altersgerecht modernisiert werden. Hinzu kommt, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereits seit April 2009 altersgerechten Umbau über zinsgünstige Kredite mit bis zu 50.000 Euro pro Wohnung fördert. „Das Fördervolumen von 80 Millionen Euro ist dabei gemessen am riesigen Bedarf aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern.
Hinzu kommet dass immer strengere gesetzliche Anforderungen an die energetische Sanierung der Wohnungsbestände einen Großteil der Mittel für Modernisierungsmaßnahmen binden. „Die Politik muss endlich begreifen, dass der Klimaschutz nicht die alleinige Aufgabe der Wohnungswirtschaft ist“, so die explizite Forderung von Xaver Kroner.
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Kategorie: Wohnen
