Immobilienfinanzierung: was beim Vergleich der Bauzinsen beachtet werden sollte

© fotolia.de/ Tobif82

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Bauzinsen auf Talfahrt: noch immer bewegt sich der Zinssatz für Immobilienkredite und Darlehen auf historisch niedrigem Stand und macht dem Erwerb eines Eigenheims attraktiv. Vor dem Abschluss einer Baufinanzierung sollte man jedoch die Finanzierungsangebote unterschiedlicher Banken genau unter die Lupe nehmen und miteinander vergleichen. Durch  den allgemeinen Immobilienhype und die stark gestiegene Nachfrage nach Wohneigentum steigt der Konkurrenzdruck unter den Geldinstituten, die Baufinanzierungen anbieten. Mit besonders günstigen Konditionen versuchen sich die Kreditinstitute gegenseitig zu überbieten, um im Fahrwasser des Immobilienbooms möglichst viele potenzielle Kreditkunden von den eigenen Finanzprodukten zu überzeugen.

Ein gründlicher Vergleich der Finanzierungskonditionen lohnt sich aus diesem Grund mehr denn je. Da bei Baukrediten in der Regel mit großen Geldbeträgen operiert wird, können sich selbst kleine Differenzen beim Zinssatz auszahlen. Bereits wenn der Zinssatz eines Kreditprodukts im Vergleich zur Konkurrenz um 0,2 Prozent niedriger ausfällt, vergünstigt sich das Darlehen bei einer Laufzeit von 30 Jahren um bis zu 2.000 Euro, je nach Kreditsumme sind sogar Einsparungen im fünfstelligen Bereich keine Seltenheit.

Wie man seriöse Vergleichsportale erkennt

Durch das Internet ist der Zinsvergleich heutzutage denkbar einfach: im Web tummeln sich inzwischen unzählige Portale, auf denen sich die Kreditkonditionen verschiedener Anbieter mit nur wenigen Klicks vergleichen lassen. Doch längst nicht jedes Vergleichsportal liefert zuverlässige Ergebnisse. Vorsicht ist vor allem bei Vergleichsrechnern geboten, die mit Banken oder Bausparkassen kooperieren. Sie erhalten bei erfolgreicher Vermittlung bestimmter Finanzprodukte in der Regel eine Provision und listen die Kreditangebote ihrer Vertragspartner deswegen ganz vorne in der Ergebnisliste, auch wenn andere Geldinstitute möglichweise weitaus günstigere Konditionen anbieten. Objektive Vergleichsrechner heben sich von unseriösen Online-Anbietern häufig dadurch ab, dass sie redaktionell betreut werden und ihren Nutzern neben der reinen Vergleichsfunktion durch informative und durchaus kritische Beiträge die Möglichkeit geben, sich möglichst objektiv und umfassend über verschiedene Finanzierungsprodukte zu informieren. Zudem gilt bei Vergleichsrechnern die Faustregel: je mehr Treffer in der Ergebnisliste angezeigt werden, desto besser ist der Vergleichsrechner. Verbraucherschützer empfehlen des Weiteren, stets mehrere Portale parallel zum Kreditvergleich heranzuziehen, statt sich auf die Ergebnisse eines einzelnen Online-Rechners zu verlassen.

Wichtige Parameter beim Zinsvergleich

Beim Zinsvergleich und bei der Wahl der Baufinanzierung ist es zudem von Vorteil, sich umfassend mit der Thematik zu beschäftigen. Je besser man sich als Laie in der Finanzbranche auskennt, desto eher wird man auf der Suche nach einer möglichst günstigen Immobilienfinanzierung fündig. Wichtigstes Kriterium beim Online-Kreditvergleich ist die Höhe des effektiven Jahreszinses. Dieser bezeichnet die Zinskosten, die im Laufes eines Jahres durch den Kredit entstehen. Wie hoch der effektive Jahreszins ausfällt, hängt Immobilienbereich im wesentlich von der Beleihungsquote und von der Dauer der Zinsbindung ab. Anders als beim Nominalzins, der lediglich die reinen Zinskosten der Darlehenssumme beziffert, enthält der effektive Jahreszins zudem alle sonstigen Kosten, die in Zusammenhang mit der Immobilienfinanzierung anfallen. Hierzu gehören Bearbeitungsgebühren, Provisionen sowie die Verrechnung der Tilgung. Welche Posten in den effektiven Jahreszins einfließen, ist in der Preisangabenverordnung (PAngV) reglementiert. Da sich der Zinssatz sowie andere preisbestimmende Indikatoren während der Laufzeit verändern können, steigt der effektive Zinssatz während der Tilgungszeit möglichweise. Um ihre Kreditkonditionen besser darzustellen, gaben Banken bis vor kurzem nur den anfänglichen effektiven Jahreszins an. Nach der Überarbeitung des Verbraucherkreditgesetzes konnte derartige Schönfärberei unterbunden werden, da Geldinstitute seitdem den effektiven Jahreszins für die gesamte Laufzeit angeben müssen. Doch die Banken haben andere Möglichkeiten gefunden, beim effektiven Jahreszins zu tricksen und anfallende Zusatzkosten zu verschleiern, um ihre Kreditprodukte attraktiver erscheinen zu lassen. Deswegen ist es beim Finanzierungsvergleich ratsam, neben dem effektiven Jahreszins weitere Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Kreditprodukten heranzuziehen. Ein Baudarlehen ist umso besser, je flexibler sich die Konditionen während der Laufzeit ausgestallten lassen, beispielsweise durch Sondertilgungen oder die nachträgliche Veränderung des Tilgungssatzes.

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    Ein Kommentar zu “Immobilienfinanzierung: was beim Vergleich der Bauzinsen beachtet werden sollte”

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