Immobilienmarketing: Glamour mit großen Namen

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So wie im noblen Harvestehude in Hamburg: Hier wird der Projektentwickler Frankonia Eurobau bis 2012 rund 60 Luxuswohnungen entstehen lassen. Das „Sophienpalais“, ein denkmalgeschützter Altbau aus dem Jahr 1936, eine Immobilie mit großer Historie, soll nach dem Wunsch der Verantwortlichen bald modernes Wohnen bieten. Für von Karl Lagerfeld ausgestattete Wohnungen werden bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter verlangt – ein neuer Spitzenwert in Hamburg.

„Heute setzen Projektentwickler gerne auf prominente Zugpferde, wohlklingende Namen und ganz viel Emotion“, sagt Marketingfachmann Nikolas Curtius von der Hamburger Werbeagentur Curtius Lütten, die sich auf Kommunikationsstrategien für hochpreisige Immobilien und Neubauviertel spezialisiert hat, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Begriffe wie „Neubauviertel“ gehören für die Vermarktungsprofis allerdings der Vergangenheit an. Stattdessen sind Bezeichnungen wie „Quartier“, „Park“ oder „Terrassen“ auf dem Vormarsch. Auch das „Sophienpalais“ in Hamburg ist nur ein Teil der „Sophien-Terrassen“ an der Außenalster.

Im Februar 2009 eröffneten die Investoren zudem auch eine Lagerfeld-Musterwohnung bzw. einen „Showroom“, wie es in der Sprache der Projektentwickler heißt. Das klingt irgendwie nach Modewelt, edlen Marken und ein bisschen Luxus. „Im Namen soll möglichst viel von dem mitschwingen, was den Käufer später erwartet“, erklärt Nikolas Curtius. Seine Agentur zeichnete auch für ein Kommunikationskonzept eines Bürokomplexes unweit des beliebten Hamburger Fischmarktes verantwortlich. Das Projekt trägt den Namen „Holzhafen“, da sich auf dem Gelände einmal Hamburgs ältester Hafen befand. „Der Name ist das Einzige, was an diese Vergangenheit erinnert“, so Curtius, „aber er klingt nach Hafenromantik, Holz und historischem Handwerk, weckt Emotionen und lässt sich vermarkten.“

Das gilt auch für die von Stardesigner Philippe Starck entworfenen Wohnungen in der Hamburger Hafencity, Europas größter innenstädtischer Baustelle. Diese Wohnungen werden unter dem Marketing-Logo „Yoo“ verkauft. Philippe Starck ist vor allem bekannt für sein Produktdesign täglicher Gebrauchsgegenstände bis hin zum Hoteldesign. Bestaunen lässt sich seine Innenarchitektur von Luxus-Wohnungen auf dem Baugelände am Hamburger Dalmannkai. Zwischen 70 bis 260 Quadratmeter variieren die Wohnungsflächen in Exklusivlage, etwa 5.000 Euro müssen pro Quadratmeter gezahlt werden. Das Ambiente könnte schöner kaum sein: Grasbrookhafen, Strandkai und Philharmonie (Fertigstellung 2009) bilden das Panorama für den westlichen Dalmannkai. Die Lage ist Aushängeschild für Käufer und Investoren – nicht umsonst wurden hier rund 420 Mio. Euro von 27 Bauherren für 650 Wohnungen investiert.

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