Immobilienmarkt Deutschland – aktuelle Preisentwicklung

© istockphoto.com/ Tony Casanova

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Aufgrund der noch immer unschlagbar niedrigen Hypothekenzinsen für Immobilienfinanzierung ist die Nachfrage nach Häusern und Eigentumswohnungen in Deutschland derzeit so hoch wie nie. In den großen deutschen Metropolen ist Wohneigentum ganz besonders heiß begehrt, weshalb die Immobilienpreise in den Großstädten der Republik derzeit besonders stark in die Höhe schießen. So zeigt die Preisentwicklung für Immobilien in strukturstarken Regionen seit 2005 einen signifikanten Aufwärtstrend. In weniger begehrten Regionen sind Häuser, Eigentumswohnungen und Co. jedoch noch immer vergleichsweise preiswert zu haben. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Erhebungen des Baugeldunternehmens Hypoport und des Verbands deutscher Pfandbriefmarken. Einen Analyse des Berliner Forschungsinstituts Empirica zeigt indes, dass die Wohneigentumsquote in der Bundesrepublik deutlich gestiegen ist.

Niedrigen Bauzinsen und die positive Entwicklung der Konjunktur lassen die Nachfrage nach Immobilien in die Höhe schnellen. Die Angst vor einer Inflation in Folge der Währungskrise in der EU schürt die Nachfrage nach Wohneigentum zusätzlich – aus Angst vor einer Geldentwertung wollen viele Verbraucher ihr Kapital krisensicher in ein Häuschen im grünen oder eine schicke Eigentumswohnung in guter Lage anlegen. Der gestiegene Bedarf auf dem Immobilienmarkt macht sich deutlich in der Preisentwicklung bemerkbar. So steigt der Preisindex vom Verband für Pfandbriemarken auf 111,1 Indexpunkte und erreichte damit den bislang höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2003. Einen besonders markanten Aufwärtstrend legten die Preise für Eigentumswohnungen hin – sie stiegen im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent.

Eigentumswohnungen in Metropolen besonders gefragt

Und auch in diesen Jahr tendiert die Preisentwicklung weiter nach oben, wie der Index des Baugeldvermittlers Hypoport zeigt. Vor allem in den größeren Städten und den Metropolen legten die Preise für Wohneigentum deutlich zu. Während in strukturschwachen, ländlichen Regionen die Preise für Wohnimmobilien relativ stabil bleibt, werden Wohnungen, Lofts und Stadthäuser in Metropolen wie Hamburg, Berlin und München immer teurer.

Wohneigentumsquote: Jeder zweite könnte sich Immobilie leisten

Auf der anderen Seite zeigt eine Analyse der Berliner Forscher vom Empirica Institut, dass die Wohneigentumsquote in den meisten Bundesländern in der jüngsten Vergangenheit angestiegen ist. Aufgrund gestiegener Einkommen und der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten könnte sich gegenwärtig im Schnitt jeder zweite Bundesbürger ein Eigenheim leisten. In Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die Wohneigentumsquote sogar bei 75 Prozent – Häuser und Eigentumswohnungen sind hier im Vergleich zum Bundesdurchschnitt relativ preiswert. Ganz anders in Berlin: in der Hauptstadt könnte sich gegenwärtig nur etwa jeder Dritte eine Immobilie leisten.


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