Immobilienpreise: Anstieg trotz Krise

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Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland trotzt erfolgreich dem europaweiten Trend. Während in den meisten  europäischen Nachbarländern die Immobilienpreise im Sinkflug sind, verzeichnete der deutsche Markt ungeachtet der Finanz- und Immobilienkrise einen leichten Preisanstieg.

Das geht aus aktuellen Ergebnissen der jährlichen Immobilienmarktanalyse IMA des Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in Hamburg hervor. Der in diesem Zusammenhang ermittelte Preisindex für neu erstellte Eigentumswohnungen in den westlichen Bundesländern stieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr von 99 auf 101 Punkte – und lag damit erstmals über dem Preisniveau von 1995. Im gleichen Jahr wurde diese Indexberechnung erstmalig durchgeführt. In Ostdeutschland stieg der Preisindex für neue Eigentumswohnungen leicht von 80 auf 81 Punkte an – ein Stand, der in den neuen Ländern zuletzt 1999 erreicht wurde.

Von einer rückläufigen Nachfrage nach Eigenheimen mag das Gewos-Institut für 2009 nicht sprechen. Prognosen zufolge wird der Transaktionsumfang bei Ein- und Zweifamilienhäusern im Vergleich zum Jahr 2008 um 2,3 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro und im Immobiliensegment Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro ansteigen.

„Die allgemeine Verunsicherung aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation und des dadurch erhöhten Arbeitsplatzrisikos beeinflusst die Investitionsbereitschaft zwar negativ, gleichzeitig wirken aber die noch günstigen Kapitalmarktkonditionen sowie die Inflationserwartungen und die negativen Erfahrungen mit anderen Kapitalanlageformen Nachfrage fördernd für Sachwerte wie Immobilien“, hieß es von Seiten des Gewos-Instituts.

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