Immobilienpreise in Hamburg klettern auf neue Rekordmarke

© istockphoto.com/ Tobias Bischof

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Hamburg gilt nicht erst seit dem jüngsten Immobilienboom als teures Pflaster. Wie eine neue Studie der LBS zeigt, klettern die Immobilienpreise in der Hansestadt unaufhaltsam weiter, ein Ende ist bislang nicht absehbar. Als Ursache für den fast schon inflationären Höhenflug der Immobilienpreise in Hamburg nennen die Experten die stark gestiegene Zahl der Interessenten, die auf den Markt drängen. Neben Selbstnutzern interessieren sich nämlich auch immer mehr Verbraucher für die Objekte zwischen Alster und Elbe, die Häuser und Eigentumswohnungen vorrangig als Geldanlagequelle nutzen wollen.

Eigentumswohnungen vereinzelt bis zu 45 Prozent teurer

Ein Häuschen am Elbstrand oder eine kleine Eigentumswohnung mit Blick auf die Außenalster? Für immer Menschen kaum bezahlbar angesichts der Preisentwicklung für Wohneigentum in der Hansestadt. Nie wieder Miete zahlen zu müssen und in den eigenen vier Wänden zu wohnen ist ein lang gehegter  aber zunehmend teurer Traum vieler Bundesbürger, denn auch abseits der Toplagen rund um die Hamburger Gewässer explodieren die Kosten für neue und gebrauchte Eigenheime.  Für ein gebrauchtes  Einfamilienhaus müssen Verbraucher Anfang 2012 durchschnittlich 13,5 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahreszeitraum, gebrauchte Eigentumswohnungen waren durchschnittlich 13,1 Prozent teuer. In Wohnvierteln wie Winterhude oder Ottensen, die als Toplagen gelten, müssen Immobilienkäufer für Eigentumswohnungen aus zweiter Hand Anfang dieses Jahres bis zu 45 Prozent mehr hinblättern, gebrauchte Häuser verteuerten sich in diesen Wohngegenden um bis 33 Prozent. Preissteigerungen in derartigem Ausmaß ließen sich vor allem auf die gute Ausstattung und den Modernisierungsgrad des Angebotes in diesen Wohngegenden zurückführen.

Endscheidendes Indiz für den Kaufpreis und die langfristige Wertentwicklung bleibe aber die genaue Lage der Objekte, wie ein Vergleich der Immobilienpreise in den einzelnen Stadtteilen Hamburgs zeigt. So müssen Hauskäufer beispielsweise in Eppendorf derzeit über 4.000 Euro pro Quadratmeter für ihr Eigenheim in bester Lage locker machen. Im Vergleich hierzu könnte man Wilhelmsburg geradezu als Schnäppchenmarkt für Hamburger Wohnimmobilien bezeichnen. Hier kostet ein Einfamilienhaus aus dem Bestand gegenwärtig etwa 1.740 Euro pro Quadratmeter.

Wohneigentum als Betongold

Wohneigentum ist nicht mehr nur unter Denjenigen gefragt, die sich aufgrund hoher Mieten nach den eigenen vier Wänden sehnen. Da Immobilien in inflationären Zeiten als sicherer Hafen für Investoren gelten und die Aussichten auf positive Wertentwicklung in Hamburg besonders positiv ausfallen, drängen immer mehr potenzielle Immobilienkäufer auf den Wohnungs- und Hausmarkt der Hanseatischen Großstadt.

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