Immobilienpreise in München ziehen weiter an

Foto: fotolia.com

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Das IVD-Marktforschungsinstitut des Immobilienverbands Deutschland IVD Süd e.V. hat am 30. Juni 2009 auf einer Pressekonferenz den traditionellen Frühjahrsmarktbericht „Wohnimmobilien-Kaufobjekte Bayern“ vorgelegt. Der Bericht gibt Auskunft über aktuelle Immobilienpreise sowie Markttrends des bayerischen Kaufimmobilienmarktes. „In München“, berichtet Professor Dr. Stephan Kippes, „bleibt die Tendenz weiterhin klar steigend. Bayernweit entwickelten sich die Immobilienpreise für die einzelnen Objekttypen sehr unterschiedlich.“Grundsätzlich, so Professor Dr. Kippes, seien derzeit zwei unterschiedliche Effekte festzustellen. Zum einen sei eine deutliche Hinwendung zur Immobilie als weitestgehend krisensichere Anlageform zu beobachten, zum anderen, würden sich viele Menschen in Zurückhaltung beim Immobilienkauf üben, da sie entweder um ihren Arbeitsplatz fürchteten oder diesen bereits verloren hätten. Kippes: „Der erste Effekt ist hierbei deutlich stärker ausgeprägt und überlagert den zweiten ganz klar.“

Die Rückkehr zur Immobilienanlage liegt nach Ansicht der Experten nicht zuletzt an einem gewissen Misstrauen der Anleger zu reinen Bankprodukten, aber auch an einer Angst vor Inflation. Die Anleger seien vielfach durch die Finanzmarktkrise und ihre Auswirkungen tief greifend verunsichert und wollten sich mit „Substanzwerten“ schützen. Trotz der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Situation tendierten die Immobilienpreise daher vielerorts mitunter steigend bzw. stabil.

Während in Südbayern für alle Objekttypen steigende Preise zu verbuchen waren – die Anstiegsraten lagen in dieser Region zwischen + 8,2 % bei den Wohnbaugrundstücken für Einfamilienhäuser und + 0,6 % bei den neu gebauten Eigentumswohnungen – tendierten die Preise für die verschiedenen Objekttypen im Frühjahr 2009 in Nordbayern uneinheitlich. Rückgänge verbuchten beispielsweise Objekttypen wie Wohnbaugrundstücke für Einfamilienhäuser (- 0,2 %), Doppelhaushälften (- 3,3 %) sowie Eigentumswohnungen aus dem Bestand (- 1,7 %) und Neubau (- 3,4 %). Zulegen konnten dagegen die Preise für Geschossbaugrund (+ 6,2 %), freistehende Einfamilienhäuser (+1,5 %) sowie Reihenmittelhäuser (+2,8 %).

Die Immobilienpreise in München liegen deutlich über dem Durchschnitt der bayerischen Großstädte. Im Frühjahr 2009 verzeichnete der Immobilienmarkt in der bayerischen Landeshauptstadt einen weiteren Preisanstieg. Augenfällig: Alle Objekttypen und Wohnwerte entwickelten sich hier tendenziell steigend. Am deutlichsten stiegen die Preise jedoch für den Geschossbaugrund (guter Wohnwert +6,5 %). Auch die Baugrundpreise für Einfamilienhäuser legten deutlich zu. Hier gab es gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von + 4,5 %.

Bayernweit stiegen die Baugrundpreise für Einfamilienhäuser (gute Wohnlage) im Vergleich zum Vorjahr um +4,1 %. Werte für Geschossbaugrund blieben dagegen auf dem Niveau von 2008 – bei 425 Euro. Der schon im Herbst 2007 bemerkbare leicht rückläufige Trend bei den Preisen für freistehende Einfamilienhäuser hat sich auch im Frühjahr 2009 fortgesetzt. Hier gingen die Werte im Vergleich zum Vorjahr um -1,1 % zurück. Bei den Reihenmittelhäusern blieben die Preise im bayerischen Durchschnitt stabil bei 253.000 Euro. Doppelhaushälften verzeichnen nach dem leichten Preisrückgang im Frühjahr 2008 erneut steigende Werte. Die Veränderung zum Vorjahr lag hier bei +0,9 %.

Im Einzelnen bezog Professor Dr. Stephan Kippes verschiedene Trends, bezogen auf das Frühjahr 2009, in seine Betrachtung ein. Die sehr hohen Baugrundpreise dämpfen das Marktgeschehen in München und den bayerischen Großstädten. Ein Baugrundanteil von rund 64 %, wie er etwa in München zu verzeichnen ist, bedeutet, dass ein Bauherr fast zwei Drittel der gesamten Kosten für den Baugrund investieren muss. In einem durchschnittlichen Preis für ein freistehendes Einfamilienhaus, guter Wohnwert, in München von 750.000 Euro sind immerhin 483.000 Euro für die Immobilien Grundstücke enthalten. Das Budget für die eigentliche Bebauung liegt in München somit bei rund 36 %. Noch höher als in München liegt der Baugrundanteil in Ingolstadt. Hier lag der Wert im Frühjahr 2009 bei 67 %.

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One Response to “Immobilienpreise in München ziehen weiter an”

  1. [...] südöstlich von München gelegene Tegernseer Tal mit seinen rund 28.000 Einwohnern gilt in Sachen Immobilien durchaus als [...]

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