Städteranking: Investitionsvolumen bei Gewerbeimmobilien
Der Markt für Gewerbeimmobilien in Europa erholt sich. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) hervor. Nach Angaben von CB Richard Ellis betrug das Investitionsvolumen auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im zweiten Quartal 2009 13 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt um 12 Prozent über dem des ersten Quartals. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 11,6 Milliarden Euro in europäische Gewerbeimmobilien investiert.
Die Steigerung der Marktaktivität wird von sich stabilisierenden Renditen begleitet. Der „EU-15 All Property Prime Yield-Index“ von CB Richard Ellis stieg im zweiten Quartal 2009 um zwei Basispunkte auf 6,13 Prozent. Dies bedeutet ein vorläufiges Ende des Renditenanstiegs, der in den vorangegangenen vier Quartalen noch bei 103 Basispunkten gelegen hatte. Die Durchschnitts-Rendite für Büroimmobilien fielen um zwei Basispunkte, was laut CB Richard Ellis in erster Linie den Immobilienmärkten in Paris in diesem Segment und den ländlichen Gebieten Großbritanniens zuzuordnen ist.
Für den Rest des Jahres erwarten die Immobilienprofis von CB Richard Ellis einen Anstieg des Transaktionsvolumens, insbesondere in den letzten drei bis vier Monaten. Blickt man ausschließlich auf das Städteranking für den Gewerbeimmobilienmarkt, so präsentiert sich in Europa ein uneinheitliches Bild. Weiterhin im Fokus der Investoren stehen insbesondere Städte, die bereits die größten Preiskorrekturen hinnehmen mussten. Dazu gehören u. a. London, Madrid, Barcelona und Paris. Insbesondere in Großbritannien konzentrierte sich die Investmentaktivität vor allem auf den Monat Juni 2009. Fünf der sechs getätigten Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro fanden in diesem Monat statt, darunter beispielsweise der 510 Millionen Euro schwere Kauf von 1-10 Bishops Square durch den Oman Investment Fund.
In Deutschland blieb das Transaktionsvolumen mit 1,6 Milliarden Euro relativ konstant. Neben den Staatsfonds, den deutschen offenen Immobilienfonds und privaten Investoren sind auch die ersten opportunistischen Investoren zurückgekehrt. Dies darf als positives Zeichen für eine Erholung des Marktes gewertet werden. „Es zeigt sich klar, dass die Märkte mit den stärksten Preiskorrekturen gegenwärtig die größte Aufmerksamkeit genießen“, erklärt Fabian Klein, Head of Capital Markets bei CB Richard Ellis in Deutschland, „die gestiegen Zuflüsse in die deutschen offenen Immobilienfonds sind insgesamt als gute Nachrichten für den Markt zu werden.“ Auch in Großbritannien, so Klein, stiegen die Zuflüsse in Fonds wieder. Dies, so der Immobilienexperte, würde sich im Transaktionsvolumen in der zweiten Jahreshälfte niederschlagen. Sichere Zahlungsströme und Immobilien in stabilen Kernmärkten stünden dabei im Mittelpunkt.
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Kategorie: Immobilien Marktdaten
