Wachsende Immobilien-Nachfrage in Ostdeutschland

© fotolia.com/ m.schuckart

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Dass die EU-Finanzkrise den einheimischen Immobilienmarkt belebt, ist dieser Tage überall im Land deutlich spürbar. Auch in den neuen Bundesländern sind Häuser, Eigentumswohnungen und Co. im Zuge der Turbulenzen auf den Finanzmärkten im Wirtschaftsraum EU als krisen- und inflationssichere Kapitalanlagequelle. Immer mehr Menschen in Ostdeutschland legen ihr Erspartes in Wohneigentum an. Dementsprechend ist die Anzahl der Baudarlehen und Kredite in den neuen Bundesländern in 2011 stark angewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Jahresbilanz des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV).

Auch im Osten: Baukredite und Darlehen im Aufwind

Wohnungsbaukredite waren im vergangen Jahr in Ostdeutschland so gefragt, wie schon lange nicht mehr. Die aktuelle Statistik des OSV belegt die Hinwendung der Ostdeutschen zum Wohneigentum: insgesamt vergaben die Mitgliedssparkassen des OSV in 2011 Kredite in Höhe von 2,5 Milliarden Euro – gegenüber dem Jahr zuvor ist dies ein Plus von 16,1 Prozent. Rund 784 Millionen Euro dieser Kreditsumme entfielen dabei auf den Erwerb von Wohneigentum, 1,6 Milliarden Euro auf den Erwerb von Häusern und Eigentumswohnungen. Auch das Volumen der Kreditprodukte für Unternehmen und Selbstständige konnte in 2011 kräftig zulegen. Es stieg um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Baukredite und Darlehen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro an Unternehmer und selbstständig Tätige vergeben.

Geldanlage: Deutschen wollen Sicherheit

Die Hinwendung der Bundesbürger zur Immobilie als sicherer Geldanlage kommt nicht ganz überraschend. Eine aktuelle Umfrage von Forsa offenbart die Verunsicherung der deutschen Verbraucher angesichts der Finanzkrise. Die Währungskrise hat das Vertrauen der Deutschen in Finanzprodukte stark angekratzt. Vor dem Hintergrund der Krise blicken viele der befragten Bundesbürger besorgte auf ihre eigene finanzielle Zukunft. Sowohl die staatlichen Maßnahmen zur Altersvorsorge als auch risikoreiche Kapitalanalagemöglichkeiten wie Investmentfonds beurteilen sie skeptisch: jeder Zweite würde –wenn er die Wahl hätte – lieber privat Geld zur Seite legen, als in den gesetzlichen Rentenfonds einzuzahlen. Mit ein paar Groschen unter dem Kopfkissen fühlt sich die Mehrheit inzwischen sicherer als beim Investment in rentable, aber risikoreiche Aktienfonds.


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