Was Makler und Vermieter bei Mietinteressen überprüfen sollten

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© Istockphoto.com/ Marek Uliasz

Dass Immobiliensuchende bei der Besichtigung von Haus und Wohnung das Objekt der Begierde gründlich unter die Lupe nehmen sollten, dürfte kein Geheimnis sein. Schließlich ist das Mieten oder Kaufen einer Immobilie eine langfristige Angelegenheit und wer will schon die Katze im Sack kaufen? Ebenso wollen sich auch die Akteure auf der anderen Seite des Immobilienmarkts, nämlich die Vermieter und Makler, absichern, weshalb sie die Interessenten für Ihr Objekt genau begutachten. Dies erfolgt oftmals nicht nur in ihrem eigenen Interesse.

Geldwäschegesetz verlangt Identitätsprüfung

So sind Makler beispielsweise gesetzlich dazu verpflichtet, die Identität ihrer potenziellen zukünftigen Mieter zu prüfen und sich von diesen den Personalausweis vorlegen zu lassen. Das so genannte Geldwäschegesetz (GwG) schreibt vor, dass diese Identitätsprüfung vor dem Abschluss eines mündlichen oder schriftlichen Maklervertrags erfolgen muss. Ebenfalls zu dieser präventiven Maßnahme, mit der die Verbreitung von Geld aus Straftaten verhindert werden soll. sind neben Dienstleistern aus dem Immobilienbereich unter anderem auch Banken, Versicherungen und Anwälte verpflichtet. Die genannten Dienstleister müssen vom zu überprüfenden Personalausweis folgende Daten übertragen:

  • Name, Geburtsdatum und –Ort,
  • Staatsangehörigkeit,
  • Anschrift,
  • Ausweisnummer,
  • Namen der ausstellenden Behörde.

Tipp: Fertigen Sie eine Kopie des Ausweises an – dann haben Sie alle Daten auf einen Blick und vermeiden mögliche Abschreibefehler. Die Einhaltung dieser Datenaufnahme wird von den Aufsichtsbehörden scharf kontrolliert.

Bonitätsprüfung schützt vor Zahlungsausfällen

Um vor Mietausfällen geschützt zu sein, sollten Vermieter die finanzielle Situation ihrer Mieter unter die Lupe nehmen. Für die Bonitätsprüfung benötigt der Vermieter jedoch stets das Einverständnis des betreffenden Mieters. Ist die Zustimmung des Mieters in einer Einverständniserklärung schriftlich festgehalten worden, kann der Vermieter bei der SCHUFA eine Auskunft über den Mieter einholen. Weitere Möglichkeit: der Mieter kann die entsprechendem Informationen dem Vermieter auch einfach in Form einer Selbstauskunft übermitteln, wodurch sich ersterer einen Behördengang erspart.

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