Wie wirkt die Krise auf die Immobilienwirtschaft?

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hält die deutsche Immobilienbranche in Atem. In einer aktuellen Studie von CoreNet Global (CNG), der weltweit führenden Organisation von Corporate Real Estate Managern, wurde jetzt der Wandel der Immobilienwirtschaft durch die wirtschaftliche Gesamtentwicklung untersucht.Unter dem Titel „Der Einfluss der Wirtschaft auf die Immobilienbranche“ wird die Beeinflussung der sich wandelnden ökonomischen Situation und der sich verändernden Marktbedingungen dargestellt. Rund 400 der weltweit führenden Industrieunternehmen nahmen an der Studie teil.

Grundsätzlich erwarten 46 Prozent der Teilnehmer erst 2010 ein Ende des wirtschaftlichen Abschwungs, wohingegen 35 Prozent der Teilnehmer sogar erst im Jahr 2011 mit einer Erholung rechnen. Nur noch 41 Prozent der befragten Unternehmen verfolgen einen Wachstumskurs. In einer ähnlichen, im August 2008 erhobenen Befragung, hatten dies noch 74 Prozent der Teilnehmer angegeben.

Befragt nach den eingeleiteten Maßnahmen im Immobilienbereich in den jeweiligen Unternehmen, gaben die Teilnehmer verschiedene Schwerpunkte an. Dazu gehörten u. a. das Zurückstellen von Investitionsprojekten (70 Prozent), die Restrukturierung von Mietverträgen (60), die Erhöhung des Nutzungsgrades der belegten Flächen (58), die Nutzung vorzeitiger Ausstiegsmöglichkeiten aus Mietverträgen (48) sowie die Reduktion oder die Verschiebung von Instandhaltungsmaßnahmen (47).

Demgegenüber gaben nur 42 Prozent der Teilnehmer an, spezielle Kostensenkungsprogramme aufzulegen und nur etwa 30 Prozent der Unternehmen ziehen derzeit einen Verkauf des betrieblichen Immobilienvermögens in Betracht. Darüber hinaus favorisieren führende Vertreter der Corporate Real Estate Industry mit einer Wahrscheinlichkeit von über 75 Prozent die unterschiedlichsten Trends. Dies sind u. a. die Veränderung der bisherigen Modelle von Immobilieneigentum, beispielsweise durch das Anwachsen von flexiblen Flächen oder niedriger bewertetes Immobilienvermögen bzw. die Durchführung von Wertkorrekturen beim eigenen Immobilienbesitz.

CoreNet Global fordert eine alternative Arbeitsplatzstrategie, die bei sinkenden Kosten mehr Effektivität und Effizienz bietet. „Genau hier liegt zukünftig die Chance für das Corporate Real Estate Management“, erklärt Thomas Glatte, Präsident of CoreNet Global in Central Europe und zuständig für das Corporate Real Estate & Facility Management der BASF-Gruppe, „die Krise muss bei den Verantwortlichen in Unternehmen und Institutionen als Anstoß zum Nachdenken über die Zukunft genutzt werden, sie muss zu einem progressiven Verständnis von CREM führen, damit Immobilienmanagement zur Profitabilität beitragen kann.“

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