Wohnen in Hamburg: Uneinheitliches Wachstum

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Hamburg boomt. Die Hansestadt wächst weiter und konnte seit dem Jahr 2000 ein Einwohnerplus von 1,8 % verbuchen. Insgesamt zogen seit der Jahrtausendwende 31.000 Menschen nach Hamburg und machten die Elb-Metropole damit zur größten Stadt Deutschlands nach Berlin.
Aber: Hamburg mit Immobilien aus verschiedensten Bau-Epochen wächst bei aller Euphorie auch uneinheitlich. Während einige Stadtteile einen enormen Einwohner-Zustrom verbuchen können, beklagt man sich in anderen Bezirken Hamburgs über regelrechte Massenfluchten. Das berichtet die BILD-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 18. September 2009 unter Berufung auf Zahlen des Statistikamts Nord. Demnach hat sich insbesondere im Stadtteil Allermöhe die Einwohnerzahl zwischen 2000 und 2008 um 22 % auf derzeit 15.347 erhöht. Rein rechnerisch hat der Stadtteil im Hamburger Südosten jeden Tag einen neuen Einwohner bekommen. Hintergrund für das starke Wachstum in Allermöhe ist das dort gestartete Stadtentwicklungsprojekt. Familien erhalten in Allermöhe rund 60.000 Euro Zuschuss beim Bau eines eigenen Hauses. Zweiter in diesem Ranking ist der ebenfalls im Südosten Hamburgs gelegene Stadtteil Curslack (Plus 22,3 %), gefolgt von Sinstorf (20 % Zuwachs) im Bezirk Harburg.
Die höchste Abwanderungsquote hatte in den vergangenen acht Jahren der Stadtteil Billbrook hinzunehmen. Seit 2000 verließen 51,8 Prozent der Bevölkerung Billbrook, aktuell leben nur noch 1.133 Menschen in diesem im Bezirk Mitte gelegenen Stadtteil. Ebenfalls zu den Verlierern unter den Hamburger Stadtteilen gehören Neuland und Gut Moor, die beide ein Minus von 15,3 % verzeichnen mussten, und Hamburg-Altstadt mit einer Negativ-Quote von 14,3 %. Die treuesten Hamburger finden sich in Bramfeld. Dort zogen in den vergangenen acht Jahren nur 45 Menschen weg, (Minus 0,1%).
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