Wohnimmobilien: Grundstückspreise leicht gesunken

Die Grundstückspreise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im abgelaufenen Jahr erstmals seit 2001 wieder leicht gesunken: Im Schnitt wurden deutschlandweit im Jahr 2008 für baureifen Grund 130 Euro/qm bezahlt, 1,5% weniger als noch 2007. Dies geht aus einer Mitteilung des ifs Städtebauintituts in Berlin hervor.

Ausschlaggebend für den Preisrückgang 2008 waren nach Angaben des Instituts vor allem die Länder Baden-Württemberg und Bayern, in denen Rückgänge um 6 Prozent bzw. 11 Prozent auf absolut 175 Euro bzw. 227 Euro zu verzeichnen waren. Gleichzeitig, so hieß es von Seiten des ifs Städtebauinstituts, müsse man allerdings berücksichtigen, dass in diesen beiden Bundesländern – neben den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg – ein weitaus höheres Preisniveau zu beobachten sei als in allen anderen Bundesländern.

Nimmt man die Stadtstaaten aus dieser Betrachtung heraus, so finden sich die die teuersten Grundstücke, nach Bayern und Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen mit 143 Euro (-0,7 Prozent), Es folgen Hessen mit 127 Euro (-3,8 Prozent) und Schleswig-Holstein mit 111 Euro (+1,8 ), Schlusslichter sind die ostdeutschen Länder Brandenburg mit 50 Euro (-7,4 Prozent), Thüringen mit 32 Euro (-5,9) und Sachsen-Anhalt mit 29 Euro und einem Rückgang von satten 9,3 Prozent.

„Wegen der erheblich größeren Flächenreserven und der Bevölkerungsabwanderungen in den neuen Bundesländern dürfte der Abstand bei den Grundstückspreisen von über 100 Euro pro Quadratmeter zwischen Ost und West noch auf einige Jahre hinaus bestehen bleiben“, erklärt ifs-Leiter Dr. Stefan Jokl. 

Zwischen den einzelnen Bundesländern, so Dr. Jokl weiter, sei die Entwicklung 2008 uneinheitlich verlaufen: Während sechs Bundesländer steigende Grundstückspreise gemeldet hätten, verzeichneten sieben Bundesländer sinkende Preise, in drei Ländern stagnierten die Grundstückspreise.

Parallel zum rückläufigen Wohnungsneubau hat sich auch die Zahl der Verkaufsfälle von baureifem Land halbiert: Waren es vor zehn Jahren noch über 124.000 Kauffälle, so lag diese Zahl im Jahr 2008 bei weniger als 53.000 (-57,4 Prozent). Auch der Kaufwert der Grundstücksflächen insgesamt ist mit 5,3 Mrd. Euro im Jahr 2008 wesentlich geringer als der damalige Wert mit 6,7 Mrd. Euro.

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